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      Welpen- und Junghundtrainig im GHSV Ratheim

Wir begleiten Indi auf dem Weg zum VPG Hund

Bilder zum Vergrößern bitte anclicken!

(Welpentraining ganz oben, aktuelle Ausbildungsschritte findet Ihr weiter unten!)

 

Hier gehts zum Spaßvideo "erster Schutzdienst"

Das ist Klein-Indi (Indi vom Zabelstein) im zarten Alter von 9 Wochen.

Indi soll zum VPG Hund ausgebildet werden und wir möchten ihn in den kommenden Wochen bei der Ausbildung begleiten um unsere Welpenarbeit zu verdeutlichen und vielleicht auch dem ein oder anderem einige Vorurteile den VPG Sport betreffend zu nehmen. Diese Seite wird ständig erweitert werden. Viel Spaß also nun mit einem kleinen Einblick in unsere Ausbildung.

Verständigung ist das A und O

Da Hunde eigentlich keine guten Zuhörer sind sondern von Natur aus eher auf Sichtzeichen reagieren, muss dem Welpen schon von Anfang an eine klare, verbale Verständigung beigebracht werden. Es gibt zwar Leute die behaupten, dass ihr Hund alles was sie sagen versteht, allerdings eignen sich die meisten Hunde nur eine Art von "Vokabelwissen" der menschlichen Sprache an. Wir möchten von Anfang an, klare und unmissverständliche Bilder schaffen um mit dem Hund zu kommunizieren. Also lernt Indi jetzt "Vokabeln" und wird auf sie konditioniert. Immer wenn Indi etwas falsch macht, gibt ihm der Hundeführer das durch ein klares NEIN zu verstehen. Als Konsequenz bekommt er dann keine Belohnung für das was er tut. Macht er etwas richtig, hört er ein JA und bekommt sofort eine Bestätigung. Im späteren Verlauf der Übungseinheiten, wird er noch ein drittes Wort kennen lernen. Mit einem GUT wird dann die Zeit von erkennen der richtig ausgeführten Übung bis zum JA, also bis zur Bestätigung durch Futter oder Spiel verlängert. GUT bedeutet dann also, " du machst das prima, du bist auf dem richtigen Weg deine Belohnung zu bekommen. "

Soweit sind wir aber noch nicht. Momentan kommen wir mit NEIN und JA sehr gut aus, denn zunächst müssen die Grundübungen einstudiert werden.

Erste Schritte im Alter von 9 Wochen 

   

Indi lernt hier "Futtertreiben" Er wird hierbei schon in der Fußposition an der Futterhand geführt. Er lernt dabei, dass es sich lohnt aufmerksam seinem Hundeführer zu folgen und gewöhnt sich auch schon in etwa an seinen Platz an der linken Seite des Hundeführers mit seiner Schulter an "Papas" Bein.

     

Hier machen die Beiden schon die ersten Grundstellungen. Später soll der Hund immer selbstständig ins SITZ gleiten, sobald der Hundeführer stehen bleibt. Mit der Grundstellung beginnt und endet jede Übung. Der Welpe lässt sich durch die Futterhand leicht in eine sitzende Position bringen und die Macht der Gewohnheit wird hier veranlassen, dass der Welpe sich in den nächsten Übungseinheiten schon bald auch ohne Hilfe hinsetzen wird und zwar gerade und zügig.

    

Mit Hilfe der Futterhand kann man auch die Positionen formen. Das Kommando wird immer gegeben sobald der Hund die gewünschte Position einnimmt. Hier ist es das SITZ.

      

Wir achten schon zu Beginn darauf, die Platzübung nicht aus dem SITZ heraus zu formen, sondern immer aus einer stehenden Position, damit der Welpe von Anfang an einen flüssigen Bewegungsablauf erlernt, denn hierauf wird auf den folgenden Prüfungen viel Wert gelegt. PLATZ erreichen wir hier auch mit Hilfe der Futterhand, indem der Welpe nach unten und ein wenig zurückgeschoben wird.

      

Die STEHÜBUNG wird am besten aus dem PLATZ heraus geformt. Dabei wird genau darauf geachtet, dass der Hund nur eine Bewegung nach oben ausführt und keinen Schritt nach vorne setzt, denn bei der Prüfung wird ein sofortiges Stehenbleiben ohne Nachtippeln erwartet. Auch hier erlernt der Welpe lediglich den Bewegungsablauf und erhält das Kommando beim Erreichen der gewünschten Position.

          

Die Übung GUCK, ist die Basis für alle Aufmerksamkeitsübungen und wird uns in allen drei Sparten gute Dienste leisten. Wir achten sehr darauf, dass der Welpe schon jetzt lernt über einen Umweg an sein Futter zu kommen. In beiden Händen des Hundeführers ist Futter, er bekommt es aber erst wenn er zwischen diesen hindurch Blickkontakt zu seinem "Papa" macht. Zunächst braucht er nur kurz schauen und wird sofort bestätigt, nachher steigern wir die Anforderungen auf einige Sekunden.

                       

Der Zulauf wird auch schon trainiert. Festgehalten von einer fremden Person fühlt sich der Welpe unwohl, er will auf jeden Fall schnell zu seinem Hundeführer, dieser hat auch noch eine Futterdose in der Hand, also gibt Klein-Indi richtig Gas und wird nach dem Kommando HIER freigegeben um zum HF zu laufen. Hier wird er dann mit der Futterhand schon ins Vorsitz geführt. Auch diese Übung wird dem Welpen in Fleisch und Blut über gehen. Die Macht der Gewohnheit wird ein schnelles und gerades Vorsitzen formen, ohne das dabei Geschwindigkeit im Zulauf verloren geht.

            

Boar.... schon zu ende?! Ich will nochmal!!!!

 

Indis erster Schutzdienst

Indi darf auch schon im zarten Alter von 9 Wochen das erste Mal mit dem Schutzdiensthelfer spielen. Dieser lässt die Beute an einer Schnur gezogen über den Boden hüpfen, der Welpe darf sie jagen und wenn er sich richtig anstrengt auch fassen. Wir achten schon zu Beginn auf einen vollen Griff. Packt der Kleine mal spitz, bekommt er die Gelegenheit nach zu beißen und wird dann mit dem vollen Griff bestätigt. Er darf die Beute dann vom Platz tragen und geht stolz als Sieger mit seinem erbeuteten Handtuch bis in die Autobox.

Bei den ersten Begegnungen mit der Abteilung C bekommen Hund und Helfer die Gelegenheit sich besser kennen zu lernen. Der Welpe soll lediglich frei und selbstständig mit dem Helfer spielen und danach selbstsicher und immer als Sieger die Platzanlage verlassen. In den nachfolgenden Übungseinheiten werden wir dann gemeinsam ein Trainingskonzept erstellen, welches individuell auf den Entwicklungszustand und die angeborenen Fähigkeiten des jeweiligen Hundes zugeschnitten sein wird.

Indi bringt sowohl in der Abt. B als auch in der Abt. C extrem viel Power mit. Sowohl Hundeführer, Helfer und Ausbildungswart sind begeistert. Am meisten Spaß hat aber der Hund selbst und genau das ist es, was wir anstreben um einen freudigen und engagierten Sporthund zu erhalten.

 

Ein paar neue Übungen Indi ist jetzt etwa 11 Wochen alt

Indi und sein "Papa" üben fleißig jeden Tag, daher hat der kleine Mann das mit dem Futtertreiben und auch die Grundstellungen super gut drauf. Er lässt sich an der Futterhand ganz leicht führen und schiebt eifrig um an die Leckerlies zu kommen. Wenn der HF stehen bleibt zieht er die Hand ein wenig nach oben und der Welpe setzt sich, fast ganz von allein hin. Außerdem hat die Gewohnheit ihm gelehrt was er machen muss um an sein Futter zu gelangen. Auch die Übung GUCK, also Blickkontakt zum HF klappt wie zuvor beschrieben ganz hervorragend und Indi ist jetzt schon in der Lage diesen für einige Sekunden geduldig zu halten. Also machen wir nun auch schon den nächsten Schritt in Richtung aufmerksame Freifolge, in der wir hier die Übungen GUCK und Position zunächst einmal auseinander nehmen werden. Fußgehen erst mal nur an der Futterhand um eine "in etwa Position" herzustellen, das reicht uns zur Zeit völlig aus. Aber den Blickkontakt soll Indi nicht nur vor dem HF, wie oben beschrieben halten, sondern auch aus der Grundstellung heraus. Hier zu löst der HF die Futterhand langsam vom Hund und hält diese nach außen. Indi lernt auch hier wieder über den Umweg Blickkontakt an sein Triebziel zu gelangen. Zunächst muss er nur kurz schauen, nach und nach werden wir diese Phase auf einige Sekunden verlängern. Man sieht ihm deutlich an wie sehr er sich konzentrieren muss um vom Futter weg zu seinem HF zu schauen, aber er macht das schon ganz prima!

Um dem Hund ein "Stoppsignal", welches ihn seine Bewegung sofort einstellen lässt, bei zu bringen, lässt der HF ihn eine Futterschüssel treiben. Kurz bevor der Welpe sie erreicht, hält er ihm seine ausgestreckte Handfläche direkt vor die Nase. In der Regel stutzt der Hund für einen kurzen Moment, dieser wird dann sofort mit dem Auflösekommando und der Futterschüssel belohnt. Um diese Übung ein zu studieren eignet sich am besten die tägliche Fütterung.  Indi hat das sehr schnell kapiert und stoppt sofort, weil er weis, dass er die Futterschüssel bekommen wird, wenn er nur lange genug ruhig stehen bleibt. Welche Position der Hund hier einnimmt ist eigentlich egal, Hauptsache er stoppt schnell und zuverlässig. Diese Übung sehen wir als Grundübung um größtmögliche Kontrolle über den Hund zu bekommen, sowohl beim gemeinsamen Spiel als auch bei den Übungen wie SITZ, PLATZ oder STEH, ja auch in der Abt. C wird uns diese Übung später noch nützlich sein.

Momentan bietet Indi ein ganz tolles und sofortiges STEH an, wenn wir diese Übung trainieren, also ist dies schon der Beginn der Stehübung aus der Bewegung. Der Welpe darf die Schüssel treiben und mitten drin bekommt er sein Stoppsignal, zusammen mit dem Kommando STEH. Steht er still wird aufgelöst und der Hund darf sein Futter fressen. Nach und nach werden wir mit ein wenig Spannung sogar ein paar Schritte weggehen können, ohne dass der Hund sich bewegt. Aber ganz soweit sind wir noch nicht. Erst mal wird auf ein schnelles Einnehmen und Halten der Position geachtet.

Das Vorsitz erarbeiten wir hier aus dem Futtertreiben heraus, sodass der Welpe möglichst dicht und gerade vor dem HF sitzt. Parallel zu dieser Übung trainieren wir auch den Zulauf aus größerer Distanz ebenfalls mit Vorsitz.

Indi macht immer einen riesen Aufstand, wenn sein "Papa" wegläuft und dann gibt er richtig Gummi wenn er das Kommando HIER bekommt ! Der HF empfängt ihn direkt mit Futter und zieht ihn mittels Futtertreiben in die richtige Vorsitz-Position.

Hier wird in die Fußposition umgewechselt. Der HF führt den Welpen um sich herum und bringt ihn mit einer leichten Bewegung nach außen in die korrekte Grundstellung.

Das war schon wieder mal richtig viel Neues für den kleinen Wirbelwind! Indi macht super gut mit und frisst wie ein Scheunendrescher!  :)

 

Ich komme!!           Schutzdienst macht richtig Spaß!!

Indi ist ein kleiner "Wildfang". Er war zu Anfang in der Abt. C sehr ungestüm und hektisch, setzte ständig in den Griffen um und wusste nicht so recht ob er nun den Sack oder auch den ganzen Helfer, tragen oder gleich fressen sollte. :) Er ist eben ein kleines Energiebündel und wollte alles auf einmal. Darauf haben wir aber gleich reagiert. Zunächst einmal wurde der viel zu große Jutesack durch ein kleineres, weiches Fensterleder ersetzt. Der Helfer hetzt den Welpen auch kaum an, das ist bei Indi nicht nötig, er will sowieso alles haben was sich bewegt. Der Anbiss erfolgt nach hinten weg, so lernt der Welpe gleich dass er sich die Beute holen muss und wie man am besten gute Griffe setzt. Nach kurzem Zerren, darf Indi gleich die Beute vom Platz tragen und in Sicherheit bringen.

Der HF versucht ihn dann zur Ruhe zu bringen in dem er ihn mit einer Hand unter dem Fang leicht unterstützt und mit der anderen im Becken vorsichtig fixiert. Diesen Haltegriff üben die beiden auch beim gemeinsamen Spiel zu Hause. Das Fördert das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer und bringt Ruhe und Kontrolle ins Spiel.

Hier ein kleines Video aus der Abteilung B

Indi ist auf den Bildern etwa 12 Wochen alt.

 

Indi hat mit Hilfe von Futtertreiben gelernt, alle Positionen schnell und korrekt ein zu nehmen. Nun beginnen wir auch schon damit, ihm bei zu bringen, dass man diese beibehalten muss, bis das Freigabekommando ihn bestätigt. Wir verlängern nun die Zeit bis zum Freigabekommando JA mit einem GUUUUT. So weis der Welpe dass er auf dem richtigen Wege ist seine Belohnung zu bekommen, jedoch noch ein bisschen warten muss. Er lernt hier mit Hilfe des Stoppsignales (ausgestreckte Hand) ruhig in seiner Stellung zu verharren. So lernt er schnell und mit ganz viel Spaß Sitz, Platz und Steh auch wenn der HF sich langsam vom Hund entfernt. Auch das Voraus nehmen wir schon in Angriff. Eine Futterschüssel dient als Ziel an einem immer gleichbleibenden Ort. Wir haben Indi zunächst die Schüssel gezeigt, jetzt weis er schon von allein wohin, wenn sein HF ihm die Richtung weist und gibt richtig Gas! :)

 

Kleiner Ausschnitt aus der Abt. C

4. Lebensmonat

Nun ist Indi schon 4 Monate alt.

und ein strammer, junger Bursche!

Außerdem kommt er jetzt in die Zahnung. Das ist auch der Grund, für uns das Beißtraining in der Abt. C ein zu stellen. Es macht keinen Sinn Zerrspiele mit einem Welpen zu machen, wenn ihm das Maul weh tut und die Zähnchen wackeln.

Stattdessen üben wir jetzt Bellen. Zwischen Hilfsperson und Hund steht ein Zaun, so kann sich der Hund frei bewegen, ohne an die Beute zu gelangen. Indi wird von der Hilfsperson angehetzt und mit einem Beutestück "geärgert". Bellt er, wird ihm die Beute herübergereicht und er darf sie ins Auto tragen. Anfänglich wird er sein Triebziel schon mit dem ersten Beller erreichen, in den darauf folgenden Übungseinheiten werden wir nur noch ein anhaltendes Verbellen bestätigen. So lernt der Welpe jetzt schon, durch anhaltendes Bellen an seine Beißrolle zu kommen. Wenn wir später mit dem Training für das Stellen/Verbellen des Helfers beginnen, wird er von allein anhaltendes Bellen anbieten, um an seine Belohnung zu gelangen. Außerdem gibt diese Übung viel Selbstvertrauen und fördert auch den Beutetrieb. Ein Zerren erfolgt zur Zeit gar nicht, weil wir die Zähnchen schonen wollen.

Eine weitere Übung in der Abt. C, die nichts mit Zerrspielen zu tun hat ist das Revieren.

Wir beginnen auch hier mit den ersten Vorübungen. Indi wird vom Hundeführer festgehalten und eine Hilfsperson geht mit seiner Futterschüssel ins Leerversteck. Noch wird ihm die Dose gezeigt und er wird erst geschickt, wenn wir sicher sind, dass er dorthin laufen wird. Während Indi seine Leckerchen im Versteck frisst, begibt sich der HF schnell auf die andere Seite und ruft seinen Hund zu sich. Natürlich wird er auch hier mit Futter belohnt. In weiteren Übungsschritten, wird der Welpe lernen, in das Versteck zu laufen, wenn es ihm angezeigt wird, auch ohne, dass ihm vorher die Futterschüssel gezeigt wurde. Die Macht der Gewohnheit wird ihn das tun lassen und für lange Zeit werden wir ihn auch immer innerhalb des Versteckes belohnen. Nach und nach wird die Futterschüssel dann immer ein bisschen weiter hinter dem Versteck positioniert, damit der Hund das Versteck eng umlaufen muss. Später wird dann nur noch beim HF bestätigt. Das Umlaufen des Versteckes wird so zu einem lustigen Spiel. Ohne die Ablenkung von Helfer und trieblicher Belastung ist die Ausarbeitung dieser Übung viel einfacher und bleibt auch später in der Abt. C verlässlich abrufbar, ganz ohne Druck und Konflikte.

 

Auch diese Übung ist für die Abt. C später nützlich. Indi lernt AUS durch Beutetausch. Hierzu spielt der HF mit zwei Bällen, die der Welpe abwechselnd holen darf. Hat er einen bekommen, spielt der HF mit dem Zweiten und ärgert Indi so lange damit, bis er diesen auch haben will. Der HF fordert dann ein AUS und wenn Indi seinen Ball fallen lässt bekommt er den Zweiten. Ein lustiges Spiel, welches sowohl die Bindung zum HF, als auch den Spiel- und Bringtrieb fördert. Ganz nebenbei lernt der Hund hier auch das Trennkommando und das Beute ablassen nicht bedeutet, diese zu verlieren. Das Spiel geht immer weiter, so fördern wir Vertrauen und der Welpe lernt bereitwillig aus zu lassen.

 

In der Abt. B hat Indi gelernt wie man Blickkontakt zum HF herstellt und kann diesen auch schon recht lange halten und zwar in allen Positionen. Beim Vorsitzen, aus der Fußposition, beim Stehen, Sitzen oder Liegen und auch in der Grundstellung. Jetzt beginnen wir langsam auch schon damit innerhalb der Bewegung. Da Indi gelernt hat Blickkontakt zu halten und dabei in der Positon zu verharren in der er gerade ist, mussten wir hier mit der Leine etwas nachhelfen. Der HF fordert ein GUCK und bestätigt, bzw. verlängert es mit einem langgezogenen GUUUUUT, damit der Welpe weis, dass er auf dem richtigen Wege ist, dann geht der HF langsam einen Schritt vor und zieht den Welpen an der Leine leicht mit. Anfänglich hat Indi hier den Kontakt unterbrochen und wurde mit einem NEIN auf seinen Fehler hingewiesen. Nach einigen Versuchen, war Indi aber schnell in der Lage den Blickkontakt auch in der Bewegung zu halten und wurde sofort bestätigt. Jetzt läuft er schon einige Schritte mit dem HF und hält dabei immer Blickkontakt. Da der Welpe von Anfang an gelernt hat, über den Umweg an sein Ziel zu gelangen, ist die Position der Hände und auch die des Futters völlig egal. Wir sind im Begriff jetzt schon einen Teil der Freifolge zu formen, ganz ohne Zwänge und bald werden wir auch die Leine nicht mehr benötigen. Die Unterordnung soll für den Welpen ein Spiel bleiben, bei dem er sich selbst für den richtigen Weg entscheiden kann. Aufmerksamkeit, Blickkontakt und Treiben des HF führen ihn zum Erfolg. So meint er die Situation im Griff zu haben und nicht umgekehrt. Ganz nebenbei tut er aber genau das, was wir uns von einem guten Sporthund erhoffen ohne, dass Stress oder Druck eine Rolle spielen.

 

Blickkontakt in der Grundstellung

        

Die Übungen Sitz, Platz und Steh klappen ganz prima. Indi hat gelernt auf seine Belohnung eine kurze Zeit warten zu müssen, nämlich bis zum Auflösekommando. Nun kann sich der HF auch schon einige Schritte vom Hund entfernen, ohne dass Indi seine Position verlässt. Dabei geht der HF sehr langsam und mit viel Spannung, damit der Hund aufmerksam bleibt. Ab und zu lässt Indi sich noch leicht ablenken, dann wird ein GUCK vom HF eingefordert. Blickkontakt wird dann mit einem GUUUUT bestätigt und wenn "Pappa" zurückkommt ertönt das JA und es folgen Belohnung und Spiel.

Für die Kamera ist Indi meist zu schnell :) Abrufen und Vorsitz funktionieren auf jeden Fall auch schon ganz super! Das in Bilder zu packen ist nicht immer ganz einfach.

          

Das Voraus hat Indi so gut drauf,  dass man ihn schon von der Mitte des Platzes, allein auf Sichtzeichen des HF schicken kann. Seine Futterdose steht schon zu Beginn des Trainings dort und muss ihm nicht mehr angezeigt werden. Er vertraut seinem HF und wird auch in den nächsten Wochen niemals ohne seine Belohnung am Ende des Platzes nach Hause gehen.

Hier ein kleines Video zur Abt. B

 

Fährtenarbeit

Uns ist aufgefallen, dass wir die Fährtenarbeit in diesem Bericht noch gar nicht erwähnt haben. An sich gehen wir nämlich schon seit dem Indi 9 Wochen alt ist, auch schon ins Fährtengelände und bringen ihm die Grundbegriffe der Fährtenarbeit bei. Da Klein-Indi super verfressen ist, gestaltet sich die Ausbildung hier momentan sehr einfach. Der HF legt eine etwa 30 m lange Gerade in den Acker und gibt dabei in jeden Fußabdruck ein Leckerchen. Nach dem Legen darf Indi die Fährte absuchen. Schon vor dem Abgangsschild findet er einige Futterbrocken, damit er sich angewöhnt nicht zum Schild hin zu rennen, sondern schon vorher Geruch auf zu nehmen. Am Abgang liegen dann einige Stückchen Wurst auf einem gedachten Dreieck verteilt. Dann gehts hinein in die eigentliche Fährte. Der HF hat zu Anfang ein wenig geholfen und zeigte mit dem Kommando SUCH jeden einzelnen Brocken, damit der Hund sich eine Pendelgewöhnung von rechts nach links angewöhnt um sein Futter auf zu sammeln. Jetzt kann Indi das schon ganz allein und geht zügig und intensiv schnüfflend voran. Ab und zu wird er mit einem kurzen und sehr leichtem Leinenruck in der Geschwindigkeit abgebremst, damit er auch wirklich jedes Futterstück aufsammelt und nicht darüber hinweg läuft. Die Leine wird unter dem Bauch des Hundes zwischen den Läufen durchgeführt, das bremst den kleinen Wirbelwind etwas und die Nase bleibt immer am Boden. Indi macht das richtig Spaß, denn Fressen ist seine absolute Lieblingsbeschäftigung!

Abbau der Futterhand bei den Übungen

Indi ist 4 Monate alt

Bisher hat Indi gelernt die Übungen Sitz, Platz und Steh mit Hilfe von Futtertreiben einzunehmen. Jetzt, da er den Bewegungsablauf recht gut gelernt hat, bauen wir langsam diese Hilfe ab und konditionieren den Welpen immer mehr auf das Hörzeichen. Zwar wurde es auch bei der Arbeit mittels Futtertreiben eingesetzt, jedoch lernen Hunde generell eher auf Sichtzeichen zu reagieren als auf Hörzeichen. Da aber auf der Prüfung nun mal einzig und alleine verbale Kommandos eingesetzt werden, müssen wir alle Körperhilfen gänzlich ausschleichen. Dies geschieht langsam, damit der Welpe immer recht schnell an seine Bestätigung kommt und nicht durch viele Fehlversuche frustriert wird.

Wir beginnen alle Übungen auch jetzt mit Futtertreiben um Indi aufmerksam zu machen, aber beim eigentlichen Kommando zieht der Hundeführer die Futterhand hoch und verlangt z.B. ein SITZ. Diese Übung hat der Junghund schon recht gut drauf, denn er hat, wie die meisten Familienhunde auch, beim Futterbetteln gelernt, dass man eher etwas bekommt, wenn man sitzt. Auch das Kommando wird im täglichen Ablauf öfter ohne Hilfen gegeben, sodass er dieses Wort und auch seine Bedeutung kennt und keinerlei Hilfen mehr nötig hat.

Das PLATZ kennt er noch nicht ganz so gut, aber der HF gibt ihm übergangsweise hier auch noch eine kleine Hilfe, indem er mit dem Finger in Richtung Boden deutet.

Für die Übung Steh bedienen wir uns wieder der "Stopphand". Der HF zeigt ihm mit dem Kommando die ausgestreckte Handfläche und der Welpe verharrt in der gewünschten Position.

Vor jeder dieser Positionsübungen wird die Futterhand nach oben weggezogen, sodass der Hund sie nicht mehr erreichen kann. Nimmt Indi die gewünschte Position ein, wird er sofort mit einem JA und mit Futter belohnt. Im Moment arbeiten wir nur daran die Hilfen aus zu schleichen. Der Welpe muss erst lernen die Positionen auch ohne Futterhand schnell ein zu nehmen, daher muss auch die Bestätigung sehr rasch erfolgen. Ein Entfernen des Hundeführers gibt es zur Zeit nicht. Erst nach und nach werden wir hiermit wieder beginnen und auch die übrig gebliebenen, kleinen Hilfen werden wir langsam abbauen, bis wir den Hund gänzlich auf das Hörzeichen umgestellt haben.

Freifolge

Ja, bereits im Alter von 4 Monaten lernt Klein-Indi, wie man richtig und ohne Körperhilfen Fuß läuft! Fußgehen besteht für uns aus zwei Teilschritten, nämlich aus dem Einhalten der korrekten Position und dem Blickkontakt zum Hundeführer. Momentan beschäftigen wir uns ausgiebig mit dem Kontakt halten, die Position ist zu diesem Zeitpunkt noch nebensächlich. Wie zuvor schon beschrieben, hat Indi gelernt auch Blickkontakt zum HF zu halten, wenn sich dieser bewegt. Anfänglich haben wir hier um den ersten Schritt leichter zu machen, mit einem Leinchen etwas nachgeholfen, jetzt brauchen wir dieses aber nicht mehr. Der Welpe soll sich selber für den richtigen Weg entscheiden und auf Einwirkungen jeglicher Art wollen wir zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall verzichten. Indi hält schon recht lange den Blickkontakt zum HF und wird dabei mit einem GUUUUUT von Zeit zu Zeit unterstützt. Nach einigen Schritten ertönt das JA und die Belohnung folgt sofort. Angenehmer Nebeneffekt des Kontakthaltens ist, der Hund hält auch eine "In-Etwa-Fußposition", an der man natürlich später noch arbeiten muss, aber es ist schon der Beginn für eine aufmerksame und korrekte Freifolge.

Hier ein Video zur Übung Kontakthalten

Größten Wert legen wir beim Kontakthalten auf den reinen Blickkonkakt zum Hundeführer. Indi hat gelernt über den Umweg Blickkontakt an sein Triebziel zu gelangen, daher ist die Position der Hände und somit auch des Futters nebensächlich. Auch wenn es so aussehen sollte, Der Hund schaut ausschließlich in die Augen seines Hundeführers und wird nicht etwa mit den Händen gelockt. Indi macht das prima und kann auch schon recht lange die Konzentration halten. Die Fußposition ist rein zufällig und noch nicht antrainiert. Eine wirklich korrekte Position wird der Hund erst später erlernen.

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Video zum Revieren und zum Beutetausch

Wie zuvor beschrieben lernt Indi momentan das Revieren ohne Helfer und außerhalb der Abt. C. Wir sind auch schon so weit, dass der Junghund allein auf das Sichtzeichen seines Hundeführers zum Versteck läuft. Darin wird er mit Futter bestätigt und sein HF ruft ihn dann sofort zu sich um ihn für das Umlaufen des Versteckes abermals zu belohnen.

Der zweite Teil des Videos zeigt den ebenfalls schon beschriebenen Beutetausch zur Vorbereitung des Kommandos AUS.

 Click zum Video

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Fordern/Revieren/Verbellen

Indi ist jetzt 5 Monate alt und zahnt daher immer noch. In der Abt. C behalten wir das Training wie beschrieben, mit einem Anbiss hinter dem Zaun bei. Indi lernt dabei Bellen und Fordern und bekommt sehr viel Selbstvertrauen. Auch den hohen Anbiss trainiert er hier ganz spielerisch. Er treibt den Helfer und kommt sich extrem "wichtig" vor :) So soll es sein!

Das Training zum Revieren ist auf diesem Video nochmals aus einer anderen Perspektive zu sehen. Indi benötigt keinerlei Hilfe mehr und das Futterdöschen im Versteck wird nun immer, ohne dass er es zuvor gesehen hat abgestellt. Ihm reicht das Kommando zum revieren um zu wissen, was er soll. Die Futterdose wird nun langsam etwas weiter aus dem Versteck heraus gestellt, damit er demnächst seine Bestätigung allein für das Umlaufen erhält. Später wird dann nur noch beim HF bestätigt, wenn das Versteck vollständig umlaufen wurde.

Das Verbellen bauen wir hier mit Futter und einer Hilfsperson auf. Zunächst hat Indi zu Hause gelernt für Bellen auf Kommando Futter zu bekommen. Jetzt hat er das Kommando verstanden und wir tun den nächsten Schritt in Richtung Stellen/Verbellen. Die Übung auf dem Video ist unser erster Versuch mit einer Hilfsperson. Wir möchten ein enges Vorsitzen mit gleichzeitigem anhaltenden Bellen erzeugen. Der HF sperrt den Hund vor der Hilfsperson ab und das Kommando LAUT wird gegeben. Zunächst erfolgt eine sofortige Bestätigung allein für das Bellen. Nach einigen Versuchen, wird das Kommando SITZ/LAUT mit eingefügt. Zu Anfang wird gleich der erste Schritt in eine sitzende Position bestätigt, dann nur ein wirkliches Durchsitzen mit aktiven Bellen. Und siehe da, Indi hat das wirklich sehr schnell begriffen.

Diese Vorübung wird ihm helfen, später auch unter trieblicher Belastung in der Abt. C zu verstehen was er am Verbellversteck zu tun hat.

Abteilung C (Alter ca. 6 Monate)

Mit dem 6. Lebensmonat haben wir nun das Training in der Abt. C wieder aufgenommen. Indi hat bisher bei der "Zaunarbeit" gelernt den Helfer zu treiben und holte sich seine Beute durch hohes Abspringen, selbstständig. Außerdem hat er bei dieser Arbeit viel Selbstvertrauen bekommen, obwohl eigentlich hat er dieses auch schon mitgebracht :) Nach vollständigem Zahnwechsel und einem Abwarten von 3 Wochen nach sichtbarer Beendigung der Zahnung, beginnen wir jetzt langsam wieder das Training. Indi wird nur ganz kurz angehetzt, weil er sonst zu sehr hochfährt, bekommt seinen Anbiss in ein weiches Beißkissen nachdem er es sich durch Abspringen zur Beute hin erarbeitet und darf es, nach kurzer Belastung durch den Figuranten tragen. Nach einer kleinen Runde wird er zurück zum Helfer geführt um mit diesem das Spiel fortzusetzen. Anschließend gewinnt er natürlich gleich wieder und darf abermals seine Beute tragen. Nun wird Indi durch Halsband und Leine in eine Ruheposition gebracht. Nach einigen Sekunden wird das Kommando AUS gegeben, welches der Junghund zuvor bereits außerhalb der Abt. erlernt hat. Trennt der Hund, macht der Helfer gleich wieder Trieb. Nach dem Prinzip AUS = TRIEB soll hier ein schnelles und bereitwilliges Trennen erlernt werden.

Indi ist noch etwas ungestüm und will gern alles auf einmal, aber er macht seine Sache schon recht gut. Wir müssen von Anfang an darauf achten ihn nicht zu sehr hochzufahren, weil er von Natur aus sehr viel an Temperament mitbringt. Also bleiben die Phasen in denen angehetzt wird eher kurz, dafür wird auf ruhiges und langes Tragen geachtet und auf ruhige volle Griffe. Sollte Indi einmal spitz anbeißen, bekommt er Gelegenheit sich einmalig zu verbessern, ist der Griff voll bekommt er die Beute geschenkt. Der Hund soll lernen, dass nur der volle und ruhige Griff zum Erfolg führt. Selbstverständlich geht Indi immer als Sieger vom Platz und darf seine Beute bis ins Auto tragen.

Abteilung B (Alter ca. 6 Monate)

Da wir die ganze Zeit fleißig trainiert haben, kann Indi jetzt schon richtig lange Kontakt halten und läuft auch mit Leinenhilfe in einer guten Fußposition. Immer wieder wird er mit Futter für sein Tun bestätigt und erhält zwischendrin öfter das Ermunterungskommando GUT. Wir laufen zur Zeit erst mal Kreise rechts herum, damit sich der Hund an seine Position, eng beim HF gewöhnt und sich immer entsprechend anstrengen muss um diese zu halten. Langsam aber sicher fließen nun auch leichte Korrekturen ins Training mit ein. Sollte Indi sich mal ablenken lassen und seinen Blick nicht beim HF belassen, ertönt ein NEIN und er wird leicht mit der Leine korrigiert. Ändert er sein Verhalten, so wie erwünscht, wird er sofort mit einem JA und Futter belohnt. Für die Grundstellung reichen wir ihm auch weiterhin die Futterhand, da sich so die gerade und schnelle Position leicht formen lässt. Auch hier kann er die Aufmerksamkeit schon recht lange halten und schaut stetig seinen HF an bis zum Auflösekommando.

Aus dieser Fussarbeit heraus, bietet der HF vor dem Kommando SITZ die Futterhand an um ein schnelles und gerades Absitzen zu formen. Anschliessend dreht er sich vor den Hund um ihn am Weiterlaufen zu hindern. Indi bekommt fuer das schnelle Absitzen ein Leckerchen, danach entfernt sich der HF einige Meter. Eine Hilfperson sichert diese Übung mit einer Leine ab. Indi neigt naemlich manchmal dazu etwas übereifrig zu sein.

Ähnlich verfahren wir hier bei den Uebungen Platz und Steh.

Abrufen, Umwechseln in die Fussposition und das Vorraus sind im Übungsablauf gleich geblieben und klappen nach wie vor ganz super!

Verbellen (Alter ca. 6 Monate)

Auch beim Verbellen sind wir schon wieder einen Schritt weiter gekommen! Selbstverstaendlich arbeiten wir, wie schon beschrieben nicht mit dem Helfer, sondern mit einer neutralen Hilfsperson und Futtermotivation. Indi hat diese Übung schon so gut begriffen, dass er nun schon frei zur Hilfsperson geschickt werden kann. Er rämpelt zwar noch ein bisschen, setzt sich aber dann sofort hin und bellt um sein Futter zu bekommen. Das Anrämpeln wird von mir mit einer leichten Einwirkung und einem NEIN getadelt, sitzt Indi bekommt er ein JA und sein Futter. Sicher hat er das auch bald kapiert. Indi lernt sehr schnell und nachhaltig!

Bilder aus der Abteilung  B Indi ist hier ca. 6 Monate alt

                

Hund und Hundeführer sind ein Team! Indi macht selbstständig

 Kontakt zum HF damit das Training beginnt. Natürlich hält er auch

Blickkontakt in der Grundstellung.

 

Eine freudige und aufmerksame Freifolge! Indi hat sehr viel

Spaß an der Arbeit und macht aktiv mit.

            

Sitzübung                             Platz

                    

Steh                     Kontakt halten bis zum Voraus

           

Ein dynamisches und abwechslungsreiches Spiel

zwischen den Übungen, hält Indi aktiv und fördert die

Bindung zum Hundeführer.

 Feinschliff Leinenführigkeit   

In der Abt. B erarbeiten wir uns nun die Wendungen, beginnend mit rechten Winkeln. Hierzu geht der HF mit Indi ein Rechteck mit 4 Winkeln ab. Im Kreis hat Indi bereits begonnen seinen HF zu schieben und leicht schräg zu laufen, daher kommen wir nun mit kleinen Geraden besser zurecht. So lernt der Hund gerade zu laufen und drängelt auch nicht mehr. Der plötzliche Richtungswechsel hält ihn aufmerksam und Indi muss sich immer anstrengen seinem HF zu folgen. Sollte er in der Wendung nachhängen, so wird er leicht korrigiert und ermuntert schnell wieder in seine Position zu kommen. Macht er die Wendung gut und hält den Blickkontakt zum HF wird er mit Futter belohnt. Nach ein paar solcher Wendungen und Geraden löst der HF die Übung mit dem Freigabekommando und einem gemeinsamen Zerrspiel auf. Der junge Rüde macht seine Sache sehr gut, lernt schnell und bemüht sich stets alles richtig zu machen. Indi zeigt jetzt schon  eine sehr freudige und temperamentvolle Leinenführigkeit. Demnächst werden wir auch Linkswendungen und Linkskehrtwendungen einstudieren. Sieht alles schon ganz klasse aus!

Ablassen auf Kommando/Bewachungsphasen

In der Abt. C formen wir zur Zeit noch Trieb- und Griffverhalten. Auf der Basis AUS=Trieb hat Indi hier gelernt seine erlegte Beute wieder frei zu geben, damit das Spiel mit dem Helfer weiter geht. Allerdings möchten wir hier noch keinerlei Konflikte aufkommen lassen, da sich dies, zum jetzigen Zeitpunkt negativ auf das Griffverhalten auswirken würde. Mit dem Helfer lernt er innerhalb der Abt. C erst mal ausgiebig Technik und hat ganz viel Spaß.

Das AUS soll Indi am HF lernen und später an einer neutralen Person. Erst wenn er diese Übung beherrscht wollen wir sie auf den Schutzdienst übertragen. Genauso wie das Verbellen üben wir also nun AUS und kleine Bewachungsphasen zunächst außerhalb der Abt. C. Indi dreht gern mal ein bisschen am Rad, wenn er seine Beute hat und sieht so gar nicht ein, sie wieder ab zu geben. Tauschen der toten Beute klappt, wie schon beschrieben sehr gut, aber wenn kein Tauschobjekt da ist, lässt er leider nicht so leicht ab. Daher wird hier mit einer Hilfsperson gearbeitet. Der HF spielt mit seinem Hund und einem Beißkissen. Nach ausgiebigem Zerrspiel stellt der HF die Gegenwehr ein und verlangt ein Trennen mit dem Kommando AUS. Lässt Indi nicht ab, korrigiert die Hilfsperson leicht mit Halsband und Leine, macht ihm ein Weiterspielen also unangenehm. Lässt der Hund ab, bekommt er vom HF das Freigabekommando und darf seine Beute tragen. Nach einigen erfolgreichen Versuchen wird dann zwischen dem Ablassen und der Bestätigung eine kleine Ruhephase eingebaut, in welcher Indi abwarten muss bis er wieder spielen darf. Momentan handelt es sich um "Mini-Bewachungsphasen" von ein paar Sekunden. Später werden wir dann noch ein Sitz verlangen und nach und nach etwas mehr Zeit bis zum Auflösekommando verstreichen lassen.

Der junge Rüde wird so schnell lernen, dass ein AUS kein Abbruch des Spieles bedeutet, sondern nur eine kleine Pause darstellt, daher wird er bereitwillig trennen um schneller weiter spielen zu können. Die Ruhephase zwischen Trennen und Freigabe bereitet ihn jetzt schon auf die Bewachungsphasen in der Abt. C vor.

Indi macht auch bei diesen Übungen sehr gut mit und wir kommen schnell voran.

Video Indi lernt spielerisch für die Abt. C

Ihr seht die Übungen Revieren , Verbellen, Aus und Bewachungsphasen.

Indi ist auf den Bildern 6 Monate alt.

Video Abt. B Indi mit 6 Monaten

Es läuft noch nicht alles perfekt, aber es macht sich!

Indi hat viel Spaß bei der Arbeit und,...... er macht auch viel Spaß!

Neue Videos aus der Abt. B und C Indi ist etwa 8 Monate alt

Video Abt. B

Wir bestätigen Indi nun beim Fußgehen nur noch mit der Beißrolle um mehr Trieb in die Sache hinein zu bringen. Bestätigt wird er häufig und selbstverständlich nur bei Blickkontakt zum Hundeführer. Die Wendungen erarbeiten wir uns langsam auch ohne Futtertreiben, höchste Konzentration liegt hierbei darin den Blickkontakt auch hier niemals zu verlieren. Die Übungen Sitz, Platz und Steh werden langsam umgestellt. Die Hilfe wird in den nächsten Übungseinheiten nur noch selten vom HF kommen. Eine Hilfsperson an der langen Leine sichert die Übung bei Bedarf ab. Den Apport beginnen wir zunächst spielerisch. Indi lernt das Holz an der richtigen Stelle zu packen. Eine Hilfsperson hetzt ihn, ähnlich wie im Schutzdienst an damit er Trieb auf das Apportierholz macht. Nachdem er es fest gepackt hat, muss er es schnell vom Platz tragen, dabei kann er es nicht umsetzen und knautscht somit nicht. Erst nach und nach werden wir diese Übung vollständig zusammen setzen, das hat noch Zeit.

Video Abt. C

In der Abt. C zeigt sich Indi sehr energisch und manchmal etwas übereifrig. Um trotzdem ein ruhiges und volles Griffverhalten zu erreichen, arbeiten wir den Junghund nun sehr ruhig. Anhetzen ist sowieso kaum nötig, Indi brennt wenn er die Platzanlage betritt. Um Anbisse und Griffe zu trainieren läuft der Helfer einen Kreis um Hund und Hundeführer mit der Ungeschützten Seite zum Hund. Ziel ist, dass der Hund den Helfer treibt und immer etwas vor den Helfer drängt. Der Helfer dreht sich dann nach hinten ein um den Hund in den Anbiss zu bringen. So muss sich der Hund die Beute holen und lernt gleichzeitig hoch in die Beute hinein zu springen. Danach wird kurz gekontert und Indi darf seine Beute tragen. Da bei dieser Art der Arbeit nicht großartig gehetzt wird, kann der Hund in einem nahezu ruhigen Zustand lernen wie man einbeißt und Griffe hält. Indis Griffverhalten ist jetzt ruhig, voll und fest. Die kurze Flucht machen wir nicht jede Übungsstunde, Indi macht viel Geschwindigkeit und er steht noch im Wachstum, also werden wir diese Übung noch ein wenig ruhen lassen um seine Knochen zu schonen.

Abt. C Lernen von Ruhe und Konzentration

für Griffverhalten und Bewachungsphasen

Alter etwa 9 Monate

Bewachung, Anbiss und Ruhephasen

Indi ist in allem was es so tut sehr energisch und manches mal zu übereifrig, darum wird er in der Abt. C nun gar nicht mehr angehetzt. Bewachungsphasen sind ihm ja bereits aus den "Trockenübungen" mit Hilfsperson und Beißkissen bekannt, also setzen wir den Hund vor den stillstehenden Helfer um Ruhe uns Konzentration einkehren zu lassen. Der Helfer gibt ihn dann, nach einigen Sekunden Bewachung in den Anbiss frei und wir achten auf ein ruhiges und festes Griffverhalten. Der Hund lernt die Hand des Helfers unter seinem Fang zu tolerieren, damit dieser bei Bedarf, noch mehr Ruhe hinein bringen kann. Hält der Hund den Griff ruhig und entspannt, wird er bestätigt und darf seine Beute tragen. Diese Art der Arbeit behalten wir noch einige Zeit bei, anschließend werden wir damit beginnen, die zuvor mit Hilfsperson einstudierten Gehorsamsübungen wie Fußgehen, Verbellen und auch das Trennen in Verbindung mit dem Helfer zu perfektionieren.

Abt. B Vorbereiten auf die BH

Alter etwa 9 Monate

 

              

                

Die Leinenführigkeit klappt jetzt schon richtig klasse! Konzentration und Position sind sehr gut für so einen kleinen Jungspund und wir sind sehr zufrieden mit Klein-Indi. Wir arbeiten jetzt immer innerhalb des PO Schemas, selbstverständlich wird der Hund sehr oft bestätigt, wenn er gute Arbeit zeigt. Die Grundstellungen werden mittels einer kleinen Leinenhilfe perfektioniert und sofort mit Futter belohnt. Das eigentliche Fußgehen wird durch ein Beutespiel bestätigt. Auch durch die Personengruppe kann das Hund-Hundeführerteam gehen, ohne dass die Aufmerksamkeit besonders leidet. Nur selten muss hier korrigiert werden, der Hund treibt, so zu sagen, in den Augen des HF seine Beißrolle und fiebert der Bestätigung entgegen. Die Wendungen können jetzt immer schneller und enger ausgeführt werden und auch hierbei verliert der Hund niemals den Fokus zum HF. Häufige Bestätigungen, Geduld und Spucke haben uns einen sehr aufmerksamen und freudigen Teampartner beschert dem es wirklich Spaß macht, bei der Arbeit zu zu schaun. Da die PO nun doch verändert wurde, arbeiten wir jetzt die Übungen wieder um, denn aus der Grundstellung heraus in Sitz oder Platz zu verbleiben sind ein neues Bild für den Hund. Freilich wird es jetzt einfacher, aber auch hier möchten wir die Gewohnheit für uns arbeiten lassen. Der Hund soll genau wissen was auf der Prüfung von ihm verlangt wird. Alles nur Kleinigkeiten, die bei klarer Kommunikation leicht ein zu arbeiten sind.

Bei der Ablage unter Ablenkung wird Indi , zur Sicherheit an einer 10 m Leine festgebunden. Sein HF kann sich nun immer weiter weg bewegen, ohne dass der Hund seine Position verlässt. Bleibt er ruhig liegen, bekommt er immer mal ein Leckerchen zur Bestätigung.

Das Voraus wird nun nicht mehr aus der Grundstellung heraus gestartet, sondern schon prüfungsmäßig nach 12 Schritten Entwicklung. Der Hund wird nur geschickt, wenn er Blickkontakt hält, das hat Indi schnell begriffen und arbeitet bei dieser Übung besonders eifrig, fordert sehr stark bis er freigegeben wird. Ihm ist hier die Futterbestätigung lieber, also lassen wir sie ihm auch. Hat er sein Schüsselchen leergefressen, holt er sich seine Beißrolle beim HF ab.

Den Außenteil der BH Prüfung üben wir nun bei Gelegenheit auch. Wir gehen auf den Radweg an der angrenzenden Hauptstraße und trainieren nun das Fußgehen auch außerhalb der Platzanlage. Indi lernt dicht an anderen Hunden vorbei zu gehen, Radfahrer und Fußgänger zu ignorieren. Auch wenn er angebunden wird behält er die Nerven, innerhalb der Personengruppe zeigt er sich freundlich und absolut frei. Auch toleriert er es, wenn fremde Menschen über ihn hinweg steigen, wenn er abliegt und bei der Chipkontrolle bleibt er brav sitzen, bis sein HF ihn frei gibt. Hier werden wir keinerlei Probleme bekommen. Indi macht das alles ganz prima!

Hürdensprung

Alter etwa 9 Monate

Erlernen von freiem Springen mit Futtermotivation

Wir erarbeiten uns den Hürdensprung über Futterbestätigung. Hierzu wird ein Schüsselchen mit Futter von einer Hilfsperson am einen Ende der Hürde abgestellt und der HF hält den Hund auf der anderen Seite fest bis er sicher ist, dass dieser über das Hinderniß springen wird um an sein Futter zu gelangen. Die Hürde ist soweit verkleinert, dass der Hund leicht hinübersehen kann und ein klares Ziel vor Augen hat. Bei der Hilfsperson angekommen, wird er vom HF auf das zweite Futterschüsselchen eingestellt und mit dem Kommando HOPP abermals über die Hürde geschickt. Diesen Übungsaufbau werden wir einige Wochen beibehalten. Ziel ist es, dass der Hund selbstständig seinen Spungpunkt findet. Er soll nicht dazu gezwungen werden über das Hinderniß zu springen, sondern eine Verknüpfung zwischen Sprung und Futterbestätigung bekommen. So erlernt er spielerisch, wie man am besten über eine Hürde Springt und kann somit frei und ungezwungen arbeiten. In den nächsten Übungseinheiten wird Indi außerdem noch lernen, dass Hin- und Rücksprung immer zusammen gehören und getrennt von einander niemals zum Erfolg führen, sondern nur im Zusammenhang. Die Größe der Hürde wird erst nach und nach erhöht. Das Apportierholz hat mit dem Sprung noch nichts zu tun. Apportieren erlernt der Hund grundsätzlich zunächst am Boden. Übertragen wird der Vorgang erst wenn Sprung und Apport getrennt voneinander perfekt funktionieren.

  Indi lernt Fußgehen, Trennen und Bewachen

 für die Abteilung C im Spiel mit einer Hilfsperson

Video Vorbereitung für die Abt. C

Fußgehen/Fokuskontrolle/Trennen/Bewachung

So wie mit vielen Gehorsams-Übungen für die Abt. C , beginnen wir auch bei der Fußarbeit mit einer Hilfsperson, außerhalb der Abt. C. Wir möchten dem Hund die Möglichkeit geben, ohne triebliche Belastung zuvor alle Übungen in Ruhe zu erlernen, welche später einmal im Schutzdienst verlangt werden. Dies macht es Indi viel leichter Übungen zu begreifen und deren Technik zu erlernen.

 Die Freifolge ist dem nun 9 Monate altem Junghund aus der Abt. B bereits bekannt. Sie wurde zusammengesetzt in Position und Fokus zum HF. Nun soll Indi lernen, über den Umweg Fußgehen, an sein Triebziel zu gelangen. In diesem Fall hier, besteht es aus einem  kleinen Beißkissen. Für den Übungsaufbau, steht eine Hilfsperson mit dem Bringsel in der Mitte und der HF fordert von seinem Hund Blickkontakt durch das Kommando GUCK. Schaut der Hund zum HF wird er mit einem JA freigegeben und darf seine Beute holen. Nach einigen Trainingseinheiten, beginnt nun der HF damit Blickkontakt aufzubauen, dies wird mit einem GUT bestätigt, damit der Hund weis, dass er auf dem richtigen Weg ist, aber noch ein wenig warten muss, jetzt wird langsam versucht einen Schritt zu gehen, ohne dass der Kontakt zum Hund verloren geht. Schaut er weg, tadelt man dies durch ein NEIN und beginnt die Übung von Neuem. Hält der Hund den Kontakt für diesen einen Schritt, wird er sofort mit einem JA freigegeben. Nach und nach folgen dann immer mehr Schritte bis zur Freigabe, bis der Hund tatsächlich selbstständig Kontakt hält und eine korrekte und aufmerksame Freifolge zeigt.

Diese Art der Arbeit, erspart uns viel Druck und Konflikt, weil der Hund hier über einen Umweg lernt sich selbst zu bestätigen. Er arbeitet bereitwillig mit, um schneller an sein Triebziel zu gelangen. Im späteren Verlauf wird der Hund immer wieder versuchen, aufkommende Konflikte, beim Erlernen einer Übung durch Blickkontakt zum HF zu lösen. Dies gibt uns auch unter trieblicher Belastung immer die nötige Kontrolle.

Auf den Video ist Indi schon in der Lage einen ganzen Kreis um die Beute herum zu laufen ohne den Blickkontakt zum HF zu unterbrechen.

Auch die Übung AUS zeigt Indi hier schon bereitwillig und hält auch sehr aufmerksam die Bewachung. Diese Übung basiert auf dem Prinzip AUS = Weiterspielen. Die Bewachungsphasen wurden langsam verlängert. Indi weis, dass er nur weitermachen darf, wenn er sauber trennt und brav auf seine Freigabe wartet. Auf den Bildern macht er das schon ziemlich routiniert. Bald werden wir beide Übungen auch in der Abteilung C in Zusammenarbeit mit dem Helfer trainieren.

Der Apport

Alter etwa 10 Monate

                 

Konzentration vor der Übung, Halten mit leichter Hilfe, freies Halten, Futterbestätigung nach Freigabe

Wir haben einige Sachen ausprobiert um zu schaun, für welchen Aufbau des Apportes Indis Veranlagungen am besten geeignet sind. Wir sind zu dem Schluß gekommen, dass ein reiner Spielapport nichts für Indi ist, weil er leicht "irre" reagiert, wenn Beute mit im Spiel ist und weil er diese auch nicht wirklich gerne abgeben möchte. Hier wären viel zu große Konflikte auf gekommen und noch dazu hätte Klein-Indi sich die Zähne am Holz ausgeschlagen, weil er, sagen wir mal, etwas übereifrig reagiert hat. Verrückter Mali eben :)

Also rein auf Spiel aufgebauter Apport sollte es nicht sein. Wir haben uns für einen ruhigen Aufbau des Apportes entschieden. Hierzu wird der Hund an kurzer Leine angebunden, damit er sich nicht durch anderweitige Beschäftigung selbst bestätigen kann und der HF die Hände frei hat, um dem Hund das Holz in den Fang zu legen. Nach leichtem Zug am normalen Halsband wird dem Hund das Holz in den Fang gelegt. Ist das Bringsel im Maul des Hundes wird er gelobt und die Halsung sofort los gelassen. Bei Knautschen des Apportierholzes ertönt ein NEIN und der HF greift wieder leicht in das Halsband. Da Indi auf dem Prinzip klarer Verständigung ausgebildet wurde, kann er schnell unterscheiden, ob er auf dem richtigen Wege ist seine Belohnung zu bekommen oder nicht. Hört er ein GUT, so muss er nur so weiter machen, dann ist sein JA, also seine Bestätigung = Freigabe und  Futter nicht mehr weit. So benötigen wir hier gar keinen Druck und der Hund behält schon nach wenigen Versuchen das Holz gänzlich ruhig im Fang, bis zur Freigabe. Nach einigen Sekunden des ruhigen Haltens, wird sofort bestätigt. Das Apportierholz wird bei dieser Art der Arbeit nur Mittel zum Zweck und kein Spielzeug oder gar Triebziel, darum kann der Hund leichter lernen das Holz ruhig zu halten und wird später nicht damit spielen oder knautschen. Er lernt über den Umweg "Holz festhalten" an seine Belohnung durch Futter zu gelangen und wird somit das Holz eher als ein Werkzeug als ein Triebmittel ansehen. Das gibt uns den Vorteil der ruhigen und besonnenen Arbeit, der Hund kann sich besser konzentrieren, die Übung wird genauer und kontrollierbar.  Indi lernt eifrig und völlig frei! Einige Zeit werden wir das ruhige Halten bei jeder Gelegenheit trainieren um dann bald mit dem nächsten Schritt, dem Aufnehmen zu beginnen. Doch davon später mehr....

Apportieren / Greifen lernen

Indi ist 10 Monate alt

 Indi lernt Apportieren!

Indi im Alter von 10 Monaten/Ruhiges Halten/Beginn aktives Greifen

Bisher hat Indi gelernt das Holz, welches ihm im Fang platziert wurde zu dulden und ruhig zu halten. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt, der Hund soll nach dem Holz aktiv greifen. Bevor dem Hund das Holz in den Fang gelegt wurde, wurde gleichzeitig ein klein wenig Zug auf das Halsband gesetzt, so lange bis das Holz ruhig im Fang lag. Jetzt ist dies gar nicht mehr notwendig, weil Indi von ganz allein ruhiges Halten anbietet. Außerdem beginnt er auch von Zeit zu Zeit damit selbstständig nach dem Holz zu fassen, wenn es in seine Nähe kommt um schneller an seine Belohnung zu gelangen, denn er weis ja schon was verlangt wird. Dieses Verhalten möchten wir ausnutzen und erweitern. In den nächsten Übungseinheiten wird dem Hund das Holz nicht mehr in den Fang gelegt, sondern Indi muss selber danach greifen und es dann ruhig weiter halten. Zunächst wird das Holz etwas zur Seite weggehalten, damit der Hund aktiv werden muss. Auf das Kommando BRING hin, erwarten wir nun die aktive Aufnahme des Holzes aus der Hand des HF. Im Übergang wird Indi hier noch den Zug am Halsband brauchen um schnell in die richtige Richtung zu fassen, aber schon nach einigen Übungseinheiten, ist diese Hilfe nicht mehr nötig und der Junghund fasst selbstständig nach dem Apportierholz. Momentan beschränken wir uns darauf, das Holz seitlich vom Hund zu halten, nach und nach werden wir dazu über gehen, es weiter unten zu platzieren, bevor wir dann zum nächsten Schritt, der Aufnahme vom Boden übergehen.

 Abt. C      Stellen Verbellen

Indi ist 10 Monate alt

Eigentlich kann Indi schon Verbellen. Wir haben zunächst mit einer Hilfsperson und Futterbestätigung, sowohl vor als auch schon im Versteck gearbeitet. In den letzten Übungseinheiten haben wir hier auch schon mit einer Beutebestätigung angefangen. Indi ist nun in der Lage ins Versteck hineingeschickt zu werden und dort sauber und anhaltend zu verbellen, bis er seine Freigabe erhält und die Beute geschenkt bekommt. Wir sichern dies über eine lange Leine ab, in den letzten Trainingsstunden zeigt Indi aber ein absolut sauberes Verbellen und benötigt keinerlei Hilfen mehr. Diese Übung wird nun die nächste sein, welche wir auf den Schutzdiensthelfer übertragen möchten.

Wir stellen hierzu den Helfer, reizlos vor das Verbellversteck und sichern Indi über eine lange Leine ab. Nach Blickkontakt zum HF, gibt dieser dann das Kommando REVIER und der Hund darf zum Helfer gehen. Sollte er am Ärmel anfassen, korrigieren wir das mit einem NEIN, sitzt er sauber vor und bellt, bekommt er nach Freigabe den Ärmel.

Wir haben ganze 2 x leicht einwirken müssen, jetzt hält Indi von ganz allein ein wenig Abstand und bellt anhaltend und sauber. Die Vorarbeit hat sich bezahlt gemacht! Der Hund weis nun schon wie er die Aufgabe lösen muss, weil ihm die Situation bereits bekannt ist. Außerhalb des Schutzdienstes war es viel einfacher, ihm bei zu bringen, was er tun soll. Außerdem gingen wir dabei keinerlei Risiko ein, dass der Hund etwas falsch verknüpfen könnte. Es kamen keinerlei Konflikte mit dem Helfer zu stande, weil dieser beim Erlernen der Übung gar nicht anwesend war. Unter trieblicher Belastung muss Indi lediglich noch lernen sein Temperament zu zügeln, nicht aber mehr die gesamte Übung verstehen. Wir vermeiden so mögliche Missverständnisse und Konflikte und erhalten eine saubere Übung in einer freien Ausführung. Bald werden wir ins Versteck hinein gehen und dort die Übung prüfungsnahe gestalten und perfektionieren. Da die Übung ja eigentlich schon verstanden ist, kommen wir sehr schnell voran und freuen uns über einen freudig und temperamentvoll arbeitenden Teampartner!

 Neues Video zum Apport

Greifen in Bodennähe

3. Teilschritt zur Bringübung

Das Greifen des Holzes in Bodennähe

Indi hat nun gelernt das Holz im Fang zu dulden und ruhig fest zu halten. Er kann auch schon selbstständig danach fassen und richtet sich zum Ausbilder aus um es ab zu geben. Beide Übungen ließen sich schon perfekt zusammenfügen. Jetzt wollen wir das Aufnehmen in Bodennähe trainieren. Wir haben zu Anfang das Holz einfach seitlich weggehalten, sodass der Hund sich aktiv bewegen musste um es zu fassen. Nach dem Fassen, bekam der Hund gleich das Kommando HIER und wurde ins Vorsitz gebracht. Langsam wird nun das Holz immer mehr in Richtung Boden gebracht um die eigentliche Übung aus zu formen. Noch ist es zu früh das Holz ab zu legen, weil der Hund zu sehr damit beschäftigt ist, schnell und korrekt zu arbeiten. Indi ist bei dieser Übung noch nicht sicher genug um das Holz tatsächlich vom Boden auf zu nehmen. Zu sehr ist er bemüht schnell zum Ausbilder zurück zu kommen. Darum wird auch diese Übung in Teilschritte zerlegt. Erst wenn er hier genügend Sicherheit hat und verlässlich in Bodennähe aufnimmt, folgt der nächste Ausbildungsschritt. Der Apport ist eine sehr schwierige und punktereiche Übung, die will sicher und in Ruhe erlernt werden. Wir lassen uns Zeit und Indi macht seine Sache ganz prima! Er versucht immer zu gefallen und arbeitet eifrig mit.

Der Apport ist immer eine sehr interessante Angelegenheit, daher hätte ich gern alle Teilschritte in Wort und Bild auf dieser Seite hinterlegt. Leider kann Indi seine Ausbildung an dieser Stelle nicht weiterführen, trotzdem möchte ich gern die nächsten Teilschritte erläutern, so wie sie geplant waren, um ein vollständiges Bild für den Leser zu erstellen.

Nach dem Erlernen der Aufnahme des Holzes in Bodennähe, lernt der Hund die Aufnahme direkt vom Boden. Dies kann anfänglich noch mit einer kleinen Hilfe geschehen, indem der Ausbilder das Holz schräg mit einer Hand am Boden hält um die Aufnahme zu erleichtern. Diese Hilfe wird dann langsam immer weiter abgebaut. Kann der Hund das Holz selbstständig und schnell vom Boden aufgreifen, legen wir das Holz nun zwischen Hund und Hundeführer auf den Boden. Der Hund wird mit einer Leine am Greifen des Holzes gehindert und muss jetzt bis zum Bringkommando warten. Nach dem Kommando darf er das Holz fassen und wird mit der Leine Richtung Ausbilder geleitet. Hat er das Holz ruhig gehalten und bis zum Auflösekommando im Vorsitz verharrt, bekommt er seine Belohnung in Form von Futter oder Beute.

Der darauf folgende Schritt verbindet nun das Verharren in der Fußposition bis zum Einsatz auf Kommando, das schnelle Greifen des Holzes, den raschen Rückweg, das Vorsitzt und das ruhige Halten des Apportierholzes miteinander zur prüfungsreifen Apportierübung. Den Hund in Fußposition wirft der HF das Holz und hindert den Hund anfänglich am sofortigen losspurten durch ein Hilfsleinchen. Nach dem Bringkommando darf der Hund das Holz fassen und wird mittels langer Leine durch eine Hilfsperson wieder in Richtung HF geleitet. Nach und nach werden sowohl Hilfsleinchen als auch lange Leine abgebaut, bis der Apport prüfungsreif, völlig ohne Hilfen funktioniert. Die Bestätigung erfolgt zunächst immer direkt, später erst nach dem zugefügten AUS-Kommando und dann auch variabel erst nach dem Umwechseln in die Fußposition. Aus einem Wechselspiel von klarer Kommunikation, Trieb und Bestätigung lässt sich so, ein sehenswerter Apport formen.

Ende der Ausbildung!

Sehr schade! Indis Besitzer mussten sich leider entschließen den Kleinen aus privaten Gründen ab zu geben. Das ist für den Ausbildungswart zwar sehr frustrierend aber ich denke wir haben bisher einen recht guten Einblick in das Ausbildungskonzept des GHSV Ratheim geben können. Diese Seite endet nun hier mit einem Junghund der mit nicht einmal 11 Monaten alles gelernt hat um eine Begleithundprüfung mit Bravur zu bestehen und auch schon einige wichtige Grundelemente für seine IPO Karriere kennt. Wir haben gezeigt, dass ohne große Anwendung von Druck eine Ausbildung auch schon im Welpenalter möglich ist, bei der wir Ausdruck, Arbeitsfreude und Korrektheit in der Ausführung jeder Übung erhalten, durch klare Kommunikation und dem nötigen Einfühlungsvermögen.

Wer mehr über die Ausbildung im IPO Bereich erfahren möchte, kann hier weitere Hunde bei ihrer Ausbildung zum IPO Hund begleiten : www.maliattack.de/ausbildung.htm

 

 

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