
Hundesport
Wie bereits im Vorfeld erwähnt, bin ich begeisterte Hundesportlerin
und arbeite mit meinen Hunden vorwiegend im VPG Bereich.
(Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde)
Meine Hunde haben ebenfalls immer großen
Spaß an der Sache gezeigt und freuen sich riesig,
wenn es endlich wieder zum Hundeplatz geht.
Ich selbst bin Mitglied im DVG
(Deutscher Verband der Gebrauchshundesportvereine)
und im DMC (Deutscher Malinoisclub).
Diese Vereine werden von VDH und FCI unterstützt
daher werden die Ausbildungskennzeichen auch
allgemein anerkannt.
Ich möchte Euch hier einen kleinen Einblick in
die Welt des Hundesports geben und vielleicht auch
einige Vorurteile abbauen.
Die VPG besteht aus drei Unterabteilungen :
Abt A Fährtenarbeit,
Abt B Unterordnung,
Abt C Gehorsam unter trieblicher Belastung.
In der Abt A lernt der Hund, vom Fährtenleger
zertretenes Gelände von Unangetastetem
zu unterscheiden und folgt so, nur mit Hilfe
seiner Nase der ausgelegten Spur.
Gegenstände die dort abgelegt wurden, muss er
seinem Hundeführer anzeigen. Die Fährtenarbeit
erfordert sehr viel Fleiß und Ausdauer von
Mensch und Hund. Wer nicht bei Wind und Wetter
trainiert gewinnt hier keinen Blumentopf.

Fährtenarbeit an der 10m Leine

Bijou zeigt hier einen
gefundenen Gegenstand (hier eine Socke) an.
Der Hund darf bei dieser Übung Sitzen, Stehen oder Liegen
bis der Hundeführer dazukommt. Es gibt auch die Möglichkeit
den Gegenstand zu apportieren. Ich habe mich für
das Verweisen mit Platz entschieden.
Der Gegenstand wird vom Hundeführer aufgehoben
und dem Leistungsrichter angezeigt. Der Hund muss so
lange liegen bleiben bis er durch das Kommando Such
zum Weiterarbeiten aufgefordert wird.
Bei der Unterordnung zeigt sich die gute
Erziehung unserer Sporthunde.
Bei verschiedenen Gehorsamsübungen, welche je
nach Prüfsparte (VPG 1-3) verschiedene
Schwierigkeitsgrade beinhalten
(Sprung über eine 1,80m hohe Kletterwand,
Apportieren, Stehübung...) müssen die Hunde schon
fast militärische Korrektheit vorweisen.

Unbefangenheitsprobe
in der Personengruppe


Natürlich müssen unsere Hunde vernünftig bei Fuß gehen
(mit und auch ohne Leine) und Sitz und
Platzübung beherrschen. Kurz um sie lernen
alles was man auch so in der Fußgängerzone
können sollte, als gut erzogener Hund
und sogar noch viel mehr.
Apport zu ebener Erde
über die 1m Hürde
In der Abteilung C wird dem Hund die
größte Gehorsamsbereitschaft abverlangt.
Er muss je nach Prüfsparte einen Scheintäter aufspüren,
verbellen und an der Flucht hindern.
Natürlich muss er sich hierbei perfekt
von seinem Hundeführer leiten lassen.
Daher spricht man hier
auch von Gehorsam unter
trieblicher Belastung.

Streife nach dem
Scheintäter auf Sichtzeichen des Hundeführers

Gefunden! Stellen und
Verbellen des Helfers.
Der Hund darf den ruhig stehenden Helfer nicht angreifen.
Er soll durch drangvolles und anhaltendes Verbellen anzeigen,
dass er Jemanden gefunden hat.


Fluchtvereitelung ;
Der Scheintäter wird hier
eindrucksvoll und sehr energisch an der Flucht gehindert.
Ich möchte hier
ausdrücklich darauf hinweisen,
dass in der Abt C kein Hund auf Menschen gehetzt
oder "scharf" gemacht wird! Wer so etwas vor
hat ist auf unseren Hundeplätzen völlig falsch !
Der Schutzdienst wird über den natürlich
angeborenen Beutetrieb aufgebaut.
Unsere Hunde spielen ein Leben lang mit dem
Scheintäter um den Ärmel so wie um einen Ball
oder ein anders Spielzeug.

Bewachungsphase
; beim Einstellen der
Gegenwehr
hat der Hund selbständig oder auf das einmalige
Kommando AUS abzulassen und den Helfer zu bewachen.
Spätestens beim ersten Kommando "Aus"
lernt der Hund, den bedingungslosen Gehorsam
gegenüber seinem Hundeführer. Dann hat er
sein Lieblingsspielzeug sofort loszulassen!
Bei Fuß gehen und ein Abrufen des Hundes
vom Scheintäter gehören ebenfalls zu sehr
schwer ein zu studierenden Übungen.
Alles in allem macht gerade die Abt C
dem Hund sehr viel Spaß, da er hier immer wieder,
nach den Gehorsamsübungen durch Spiel
mit dem Helfer belohnt wird.
Auf der Übungsstunde
bekommt der Hund
den Ärmel und darf ihn zur Belohnung tragen.
Übrigens bringen die meisten Hunde den
"geschenkten" Beißärmel wieder zum Helfer
zurück damit weiter gespielt wird.

Rückentransport; Hund
und Hundeführer
folgen dem Scheintäter in kurzer Distanz

Einholen; aus
größerer Entfernung startet der
Helfer einen Frontalangriff auf den
Hundeführer. Der Hund wird auf Hörzeichen geschickt.
Solange muß er ruhig neben seinem Teampartner
sitzen bleiben. Hier Bijou kurz vor dem Einbiß.
Bijou zeigt ein sehr eindrucksvolles
Einholen und wird sehr schnell.

Daher ist es nicht immer ganz einfach für
den Helfer den Hund abzufangen,
aber auch bei dieser Übung bilden
beide ein gutes Team. 

Seitentransport; Bijou
passt auf, dass der
"böse Mann" nicht wegläuft.

Ich habe gewonnen!!!
Auf der Übungsstunde darf Bijou den Arm vom
Platz tragen und ist, wie man
sieht mächtig stolz auf ihre Beute.
Vor Ablage einer jeden VPG Prüfung wird
der Hund einer Unbefangenheitsprobe unterzogen.
Das heißt, er darf sich nicht aggressiv gegenüber
Menschen oder anderen Hunden benehmen,
wird beispielsweise durch eine enge
Personengruppe geführt und soll dabei
frei und ungezwungen sein.
Die Kontrolle der Tätowier-
und Chipnummer gehören natürlich auch dazu.
Wenn Ihr
Näheres über die Aufbauarbeit in den
einzelnen Sparten erfahren wollt dann Klickt mal rein.
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