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Ausbildung Cera 

     

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!"

(Albert Einstein)

Hier könnt ihr uns bei der Ausbildung von Cera begleiten. Neuigkeiten sind immer ganz oben zu finden und den Grundaufbau findet Ihr weiter unten auf dieser Seite.

Viel Spaß beim schmökern!

Grundgedanken zur Hundeausbildung

Fährtentraining mit Cera     

Wir gehen mindestens 3 x die Woche fährten, bei jedem Wetter. An diesem Tag waren es 30 Grad im Schatten, die Wiese war knochentrocken und trotzdem zeigt Cera viel Spaß und Energie bei der Arbeit. Außerdem arbeitet sie sehr ruhig,  aufmerksam und absolut selbstständig. Kleine Patzer habe ich mit Absicht drauf gelassen. Man kann sehr schön sehen, wie sich die junge Hündin gänzlich im Alleingang wieder in die Fährte hineinarbeitet, auch wenn es mal schwieriger wird. Die Arbeit an den Winkeln ist gut und auch die Gegenstände werden fehlerfrei verwiesen. Cera arbeitet in einer sehr angenehmen Trieblage für die Abt. A. Sie ist ruhig, gelassen und selbstsicher. So kommen wir gut voran.

Cera im Alter von 12 Monaten bei einer Übungsfährte. Gelegt wurde etwa eine große VPG 3 Fährte mit 4 Gegenständen. Futter liegt variabel zwischen 5 und 15 Schritten . Auf einer Geraden liegt grundsätzlich gar kein Futter, damit sich der Hund an lange "Durststrecken" gewöhnt. Der Gegenstand ist dann hier die Bestätigung. Cera verweist meist schon selbstständig und ohne Hilfen. Sie bekommt dann ein besonders gutes Leckerchen aus der Tasche des HF. Vor dem Weitersuchen, verlange ich immer Blickkontakt, bevor ich das Kommando zur Wiederaufnahme der Fährte gebe. Der HF folgt an lockerer 3 m Leine und beeinflusst den Hund nicht. Cera soll lernen, die Fährte allein aus zu arbeiten. Ich helfe ihr nicht, aber ich strafe auch nicht wenn sie mal vom rechten Weg ab kommt. So lange sie stetig weiter bemüht ist, die Fährte wieder zu finden wird sie nicht getadelt. Wenn sie besonderen Einsatz zeigt, lobe ich verbal mit einem GUUUT ansonsten folge ich still, damit sich der Hund auch hieran gewöhnt. Am Ende der Fährte findet Cera immer ihr Gummihuhn. Damit sie nie weis wo sie dies erwarten kann, lege ich niemals ein Schema. Die Fährte verläuft immer anders, so wie es das Gelände zur Zeit eben hergibt. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Cerchen, sie sucht in einer sehr angenehmen Geschwindigkeit, ist immer bemüht die Fährte zu halten, wird aber niemals übereifrig oder hektisch, außerdem lernt sie sehr schnell!

 

Abt. C ; Zusammenfügen von Beiß- und Gehorsamsübungen

Cera ist ca 13 Monate alt

Da Cera Fokuskontrolle und Fußgehen schon recht gut beherrscht, auch wenn der Helfer auf der Platzanlage steht, haben wir nun damit angefangen die Gehorsamsübungen auch unter trieblicher Belastung ab zu verlangen. Bisher hat Cera mich zum Schutzdienst vom Parkplatz bis zum Trainingsgelände, so zu sagen hinter sich her geschleift. Nun verlange ich vor dem Betreten des Platzes mit Kommando FUSS, die korrekte Position ein zu nehmen und auch den Blickkontakt zum HF zu halten, bis zur Freigabe. Da Cera für die Ausführung dieser Übung immer mit dem Beißkissen vom Helfer bestätigt wurde, kennt sie diesen Ablauf und nimmt bereitwillig die gewünschte Position ein. Nach einigen, wenigen Schritten wird sie nun zum Versteck geschickt, indem schon der Helfer auf sie wartet, um ihr sofort nach dem Umlaufen des Reviers einen Anbiss zu geben. Langsam werden wir in den nächsten Übungsstunden, immer mehr Schritte bei Fuß gehen und wenn das gut klappt, den Hund erst aus der, in der Po verlangten Grundstellung heraus zum Versteck schicken. Auch zum Verbellversteck geht es jetzt nur noch nach vorherigem Blickkontakt zum HF. Ebenso werden wir demnächst auch den Weg zur Fluchtvereitelung bei Fuß gehen und die Ablage wird hier die Bestätigung für den Hund bilden.

Parallel hierzu arbeiten wir auch ausgiebig an den Bewachungsphasen. Cera hat gelernt auf das Kommando AUS ab zu lassen. Erst wurde sofort nach dem Trennen wieder ein Anbiss zur Bestätigung angeboten, jetzt wird die Zeit bis zum "Überfall" immer mehr verlängert. Außerdem nähert sich nun der HF seinem Hund in der Bewachungsphase. Anfangs nur einige Schritte bevor der Hund bestätigt wurde und nun gehe ich auch schon bis in die Grundstellung heran, bewege mich wieder weg und erst dann erhält Cera ihre Bestätigung. Hierbei wird der Hund nicht angefasst und nicht bedrängt. Beides steht nicht in der PO und würde den Hund nur verunsichern. Ich gehe einfach nur wortlos hin, begebe mich in Grundstellung und bewege mich wieder weg. Cera achtet dabei nur auf den Helfer und wird hier dann variabel bestätigt. Bisher haben wir hier keinerlei Korrekturmaßnahmen benötigt. Anfangs wollte Cera zu früh einbeißen, dies wurde aber mit einem NEIN korrigiert. Da die junge Hündin gelernt hat, nur über den Umweg Gehorsam an die Beute zu kommen, arbeitet sie bereitwillig mit und Konflikte durch große Korrekturen wurden gänzlich vermieden.

Den Angriff aus der Bewegung, also die "lange Flucht" haben wir bisher noch gar nicht wirklich trainiert. Cera kennt nur kleine Fluchten auf den fast bewegungslosen Helfer, in denen wir das Springen zur Beute trainiert haben. Hier sind wir dazu übergegangen, ein wenig Belastung dazu zu bringen. Der Helfer rennt nun ein paar Schritte auf den Hund zu und droht bevor der Hund zum Einsatz freigegeben wird. Das lässt Cera gänzlich kalt. Sie rennt wie eine Blöde auf den Helfer. Zu viele Fluchten möchte ich mit ihr aus diesem Grunde lieber noch nicht machen. Sie muss sich ja nicht gleich zu Anfang der Ausbildung die Wirbelsäule stauchen oder sich anderweitig verletzen. Mir ist wichtig, dass ihr die Belastung nichts aus macht und dass sie richtig springt. Daher machen wir diese Übung noch nicht über den ganzen Platz und trainieren erst mal kurze Fluchten und auch nicht in jeder Übungsstunde.

Langsam werden wir jetzt nach und nach noch mehr Belastungen ins Training mit einfließen lassen. Bisher haben wir nur auf Schnelligkeit und Griffverhalten trainiert, also vom Hund weg.In den nächsten Übungseinheiten, wird der Helfer variabel einmal schnell nach hinten wegspringen und einmal den Stock heben und auf den Hund zu arbeiten. Cera macht das nichts aus, sie scheint diese Veränderungen gar nicht wahrzunehmen. Schutzdienst macht ihr nach wie vor richtig Spaß und dem Hundeführer ebenso!  :)

Abeilung B

Cera ist 12 Monate alt

Cerchen arbeitet trotz der hohen Temperaturen im Moment, sehr freudig und fordert ihre Hundeführerin energisch und ständig um gemeinsame Aktivität. Sie ist immer schon vor mir auf der Platzanlage und hüpft am Törchen kläffend auf und ab um mich an zu spornen, doch etwas schneller her zu kommen. Dieser Aufforderung komme ich gerne nach und wir beginnen jede Trainingseinheit mit einem gemeinsamen Spiel. Aus dem Spiel heraus, wird die Beißrolle dann eingesteckt und wir beginnen mit der Fußarbeit. Cera bietet selbstständig Blickkontakt an und hält auch schon recht ordentlich ihre Position. Sollte sie doch mal der Übermut packen, korrigiere ich dies leicht mit einer Leinenhilfe. Meist genügt aber schon mein NEIN um die junge Hündin zu veranlassen sich korrekt einzuordnen. Momentan zeige ich dem Hund das PO Schema damit er weis wann Grundstellungen oder Wendungen angesagt sind. So kann man Korrekturen auf ein Minimum beschränken und die Arbeitsfreude bleibt uns erhalten. Bestätigt wird immer dann, wenn der Hund sich sehr anstrengt und nach dem Freigabekommando mit der Beißrolle. Ein lobendes GUT gehört aber nach wie vor als "Verlängerung" in die gesamte Arbeit mit hinein, damit der Hund weis, dass er auf dem richtigen Weg ist seine Bestätigung zu erhalten. Cera macht Fußlaufen Spaß! Sie arbeitet nicht allein um der Bestätigung willen, sondern weil sie einfach gern etwas mit mir unternimmt. Das macht richtig Spaß, auch dem Hundeführer!

Die Sitzübung gestaltete sich anfänglich etwas schwierig. Zwar macht Cera Sitz innerhalb eines Spieles oder wenn ich mich in der Freifolge zu ihr eindrehe, aber aus der Bewegung heraus wollte das einfach nicht klappen. Entweder sie blieb einfach ungläubig stehen oder setzte sich nur zögerlich ab. Mit Leinenhilfen kamen wir hier nicht gut weiter, weil sie das zu sehr beeindruckt hat. Nach einigem hin und her haben wir uns dazu entschieden mit einer Reitgerte leicht nach zu helfen. Hierbei erhält der Hund eine leichte Hilfe um sich schneller ab zu setzen, aber der HF benötigt keine großen Körperhilfen, die dann später doch wieder mühselig abgebaut werden müssen. Cera ist unbeeindruckt von der Gerte, setzt sich aber jetzt schneller ab. Die Bestätigung erfolgt variabel einmal direkt nach dem Hinsetzen und mal erst wenn der HF zurück kommt. Die Gerte wird hier natürlich nur als verlängerter Arm eingesetzt, eine negative Verknüpfung wäre hier fehl am Platze.

Die Platzübung macht Cera schon komplett ohne Hilfen. Hier wird meist sehr schnell bestätigt, da der Hund so bestrebt ist, sich noch schneller ab zu legen um auch schnell an die Beute zu gelangen. Hereinrufen mit Vorsitzen kann Cera auch, sie kommt sehr schnell rein und benutzt mich meist als Bremspuffer. Wir sehen ihr diesen jungendlichen Übermut gerne nach, hier müssen wir eben noch ein bisschen feilen :)

Die Übung Steh klappt, mit Hilfe der "Stopphand" auch schon sehr gut aus der Bewegung heraus. Die Beutespannung in der sich Cera dann befindet lässt sich hier sehr gut ausnutzen.

Cera neigt beim Apportieren dazu, um irgendwelche Hindernisse herum zu laufen, wenn sie welche im Blickfeld hat. Muss wohl am Reviertraining liegen, welches wir in letzter Zeit begonnen haben. Sie kommt dann zwar schnell zu mir, aber Umwege finde ich natürlich nicht so toll. Auf gerader Fläche tritt dieser Fehler nicht auf, da ist der Rückweg superschnell und geradlinig. Aber Fehler zu ignorieren ist natürlich auch kein wirklich guter Weg, also werfe ich jetzt extra in der nähe der Kletterwand oder der gleichen. Um den Rückweg direkt zu machen, werfe ich sowie Cera das Holz hat einen Ball in die Luft. Die Aussicht ihren Ball zu bekommen, lässt sie alles andere vergessen und sie steuert mich schnell und direkt an. Ich bestehe darauf, dass sie das Holz fest und ruhig für einige Sekunden hält, auch wenn ich es mit beiden Händen packe, erst nach dem Kommando AUS darf Cera loslassen und bekommt mit der Freigabe ihr Triebziel. Das klappt alles ganz prima, wir sind also auf dem richtigen Weg.

Auch mit dem Sprungtraining haben wir begonnen. Anfänglich wurde nur ein Brett in die Hürde eingelegt. Cera wird auf der einen Seite platziert und auf der gegenüberliegenden Seite wartet eine Futterdose auf sie. Mit dem Kommando HOPP darf sie dann über die Hürde springen und sich das Futter holen. Anschließend wird sie auf die gleiche Weise wieder zurück geschickt. Läuft Cera an der Hürde vorbei, ertönt ein NEIN und die Leckerliedose wird einfach weggenommen. Durch Versuch und Irrtum hat Cera sehr schnell herausgefunden, dass nur der Sprung über die Hürde zum Futter führt. Mittler Weile haben wir die Hürde schon bis auf fast einen Meter aufgestockt und trainieren fleißig. Cerchen macht auch das ganz prima und fast immer fehlerfrei. Mit der Kletterwand verfahren wir auf die gleiche Weise.

Das Voraus ist klassisch auf gebaut. Am Ende des Platzes liegt schon zu Beginn der Abt. B ein Bringsel. Auf das Kommando Voraus hat Cera gelernt, dieses holen zu dürfen. Zunächst haben wir den Hund aus der Grundstellung heraus geschickt, jetzt verlange ich auch schon ein paar Schritte Fußgehen bis zur Freigabe. Bestätigt wird Cera am Ende immer! Das Kommando Platz fügen wir hier erst viel später ein. Im Moment möchte ich einfach nur, dass der Hund mir glaubt, dass er am Ende der Platzanlage immer sein Bringsel findet, wenn ich ihn Voraus schicke. Auch das macht Cera spitze und auch die kleine Gehorsamsübung vorher, meistert sie triebvoll und führig.

Abteilung A

Cera ist etwa 12 Monate alt

Cera frisst nicht so gerne. Trotzdem sucht sie, seit dem sie ihr Gummihuhn am Ende der Fährte erwartet wirklich gut. Es liegen zwar Futterbrocken auf der Fährte, aber leider frisst sie davon noch lange nicht jeden. Mir ist es ein Rätsel, warum sie trotzdem so intensiv und langsam sucht, aber ich will mich nicht beklagen, Cera kann wirklich super fährten und macht mir hier absolut keine Probleme. Weil sie wirklich sehr intensiv sucht, lege ich ihr auch schon spitze Winkel, Bögen und Schrägen. Alles meistert sie souverän und ganz in der Ruhe. Druck auf der Fährte erfahren meine Hunde höchstens, wenn sie nicht weiter suchen, oder sich für andere Dinge als die Fährte interessieren und hier reicht meistens ein scharfes NEIN. Wird mal ein Winkel überlaufen, ermuntere ich den Hund höchstens zum weitersuchen, aber tadle ihn nicht. Er soll sein Ding hier alleine machen und von sich selbst überzeugt sein. Niemals aufgeben und Freude am Tun ist mir sehr wichtig. Futter findet Cera immer noch variabel alle 5 bis 15 Schritt, auch wenn sie es nicht immer aufnimmt :) Nun habe ich ihr auch schon die ersten Gegenstände auf die Spur gelegt. Am Gegenstand angekommen gebe ich Kommando Platz, wenn sie sich abgelegt hat wird sie mit Dosenfutter bestätigt. (Das ist das einzige was sie wirklich toll findet :)  Gegenstände liegen momentan 3 Stück auf der Fährte. Die Position variiere ich immer nach Lust und Laune. Meist ist eine Gerade leer und die nächste mit Gegenstand bestückt. Auf der Geraden, auf welcher der Gegenstand zu finden ist, lege ich auf die Fährte gar kein Futter. Der Gegenstand soll das Triebziel sein, so wird die Belohnung dort sehr wichtig für den Hund. Alles in Allem klappt das schon ganz gut. Cera verweist noch nicht selbstständig, aber wir haben ja auch noch viel Zeit zum lernen. Das Halten der Fährte bereitet uns keinerlei Probleme und auch die Geschwindigkeit wird trotz Beutebestätigung am Ende nicht zu schnell. Scheint alles gut zu laufen, wenn wir nur mehr Gelände und nettere Jagdaufseher hätten :)

Abteilung C 

Cera ist etwa 12 Monate alt

Wie auf dem unten abgelegtem Video zu erkennen, haben wir nun das Fokustraining auch mit in die Abt. C aufgenommen. Anfänglich wurde diese Übung mit einem Spielzeug zu Hause aufgebaut und dann wenig später mit einer Hilfsperson weiter vertieft. Damit Cera aber nicht überfordert wird, machen wir den Schutzdienst in zwei Einheiten. Zuerst üben wir Revieren, Verbellen und Fluchtvereitelung, also alles Sachen, die im Moment eher ohne große Gehorsamsteile auskommen. Danach gibt es eine schöpferische Pause für Hund und HF und anschließend darf Cera das zweite Mal auf die Platzanlage um dort das Fußgehen und die Fokuskontrolle zu üben. Fußgehen kann Cera sehr gut und dabei ist sie sehr aufmerksam beim HF. Dieses Verhalten mit in den Schutzdienst einfließen zu lassen war niemals ein Problem, weil Cera ja alles schon zuvor mit Bällchen und später mit Hilfsperson, ohne oder, beinahe ohne triebliche Belastung gelernt hat. Jetzt steht der Helfer in der Mitte des Platzes und die junge Hündin macht auf Kommando des HF sofort Blickkontakt und folgt in der korrekten Fußposition. Wir laufen hierbei einen Kreis (links herum) um den Helfer. Zu Anfang habe ich schon nach ein bis zwei Schritten das Freigabekommando gegeben, nun erweitern wir die Schrittzahl immer mehr. Nach der Freigabe darf Cera sich ihr Beißkissen beim Helfer abholen und wird bestätigt. Wir verwenden hier absichtlich keinen Ärmel. Zum einen um die triebliche Belastung zu Beginn dieser Konzentrationsübung flach zu halten und zum anderen um den noch sehr jungen Hund nicht ständig die Wirbelsäule auseinander zu ziehen, denn Cera wird gemein schnell auf solch kleinen Fluchten, das muss alles nicht unbedingt sein, solange sie sich noch im Wachstum befindet. Mit dem Kissen kann sie der Helfer einfacher absetzen. Es geht hier ja auch nicht um Anbiss- oder Grifftraining, sondern um eine Bestätigung für die zuvor erbrachte Gehorsamsleistung.

Um den Fokus auch im Stillstand lenken zu können, lasse ich Cera einfach neben mir stehen und richte ihren Blick auf Kommando einmal zum Helfer und einmal zum HF. Das Kommando habe ich inzwischen auf "HELFER" abgeändert, da ich denke es später z. B. im Rückentransport auch auf der Prüfung einsetzen zu können. Jedenfalls hat Cerchen das schon ganz gut begriffen, auf Kommando GUCK  schaut sie mich an und auf HELFER fixiert sie den Helfer. Bestätigt wird hier jedes Kommando variabel.

Ich erhoffe mir durch diese Übungen eine absolut klare Kommunikation mit meinem Vierbeiner auch im Schutzdienst. Cera hat jetzt schon begriffen, dass sie über Gehorsam zum Anbiss kommt. Druck und dadurch entstehende Konflikte wurden bisher völlig umgangen. Cera macht ihre Sache ganz prima und zeigt eine sehr gute Lernbereitschaft, tolles Triebverhalten, sowie harte, volle und ruhige Griffe bei enormer Schnelligkeit.

Training Abt. C    Cera mit etwa 12 Monaten 

Zu Anfang seht Ihr eine Kontrollübung für die Abt. C. Cera lernt hier den Fokus, auf Kommando einmal in Richtung HF und einmal in Richtung des Helfers zu richten. Danach folgen Übungsabschnitte zum Fußgehen, Revieren, Stellen/Verbellen, Fluchtvereitelung, Aus- und Bewachungsphase, sowie ein kurzes Einholen des Helfers. Viel Spaß beim anschauen!

Ausschnitte  aus der Abt B Cera ist hier etwa 12 Monate alt

Sorry, die Aufnahme ist nicht sehr gut, aber ich denke man kann trotzdem ein bisschen was aus unserem Trainingsprogramm erkennen. Ihr seht Übungen zur Freifolge, Unbefangenheit in der Personengruppe, Sitz- und Platzübung, Hereinkommen mit Vorsitz, Apport und immer wieder zwischendurch Beutespiel und ganz viel Spaß bei der gemeinsamen Arbeit von Hund und HF!

AUS / Vorbereitung Revieren

Cera ist etwa 11 Monate

Tja, wir haben das erste Mal AUS am Helfer trainiert und was soll ich sagen, wir brauchen das gar nicht zu trainieren. Cera hat nach dem Einstellen zwar etwas blöd geguckt, als ich ihr das Kommando zum Ablassen gab, aber ausgeführt hat sie es dann, als ob wir das schon tausend mal gemacht hätten. Haben wir ja auch. Das AUS ist ihr schon vom gemeinsamen Spiel mit dem HF bekannt. Ich stelle genauso die Gegenwehr ein, wie das auch der Helfer beim Einstellen tut und meist lässt Cera dann bereitwillig schon von ganz alleine aus, damit das Spiel schnell weitergeht. Am Helfer benötigt sie zwar ein paar "Gedenksekunden", aber wer will schon einen Hund der sofort aus dem Ärmel fliegt, wenn der Helfer steht?! 

Wir machen zur Zeit also folgendes in der Abt. C :

Der Helfer steht nun in dem Versteck, welches auf der Prüfung das Leerversteck sein wird. Wenn der Hund den Platz betritt zeigt er sich kurz und verschwindet wieder darin. Cera wird mit dem Kommando REVIER zum Versteck geschickt und der Helfer lässt die Hündin kurz hinter dem Versteck anbeißen und gewinnen. Anschließend nimmt er den Ärmel und begibt sich ins Verbellversteck. Cera wird frei zum Verbellen geschickt und wird dort für gute und saubere Arbeit mit dem Arm bestätigt. Langsam verlängern wir jetzt die Zeit des Verbellens Stück für Stück und Cera macht das ganz prima! Nach dieser Übung trainieren wir die Fluchtvereitelung, wobei Cera hier schon ins Platz gebracht wird und so lange liegen bleiben muss, bis der Helfer losläuft. Nach dem Anbiss, wird sie an der langen Leine ausgekonntert und gleich danach bestätigt. Meist rennt Cera gleich mit der geschenkten Beute zum Helfer zurück um weiter zu spielen. Dieses Verhalten nutzen wir aus, indem der Helfer den Arm gleich wieder anzieht und den Hund ein Stück bedrängt. Auch ein oder zwei leichte Stockschläge werden nun gegeben, welche den Hund aber völlig kalt lassen. Nach ein paar Metern stellt der Helfer die Gegenwehr ein und bleibt stehen. Der HF gibt das Kommando AUS und nach dem Ablassen wird der Hund gleich wieder bestätigt und darf die Beute vom Platz tragen. Cera bekommt immer mehr Kondition und lernt auch sehr schnell, so dass wir uns hier immer mehr dem PO Schema nähern können.

Nach einigen Übungseinheiten werde ich dazu übergehen, die Bewachungsphase nach dem AUS länger werden zu lassen und wenn das gut klappt, werde ich mich langsam annähern um mich neben den Hund stellen zu können, während er die Bewachung hält. Hierbei wird mit das vorangegangene Training, die Fokussierung betreffend sicher weiterhelfen, sollte der Hund mal unsicher werden.  Mal schaun, wie sie darauf reagiert. Im Moment bin ich absolut begeistert von Trieb und Griffverhalten sowie auch vom Lernvermögen welches Cera an den Tag legt. Macht ganz viel Spaß mit Ihr!

Fokussierung lenken Abt. B / C

Cera ist etwa 10 Monate alt

Das Kommando GUCK , also Blickkontakt zum HF aufbauen und halten, ist Cera bereits aus den ersten Schritten in der Abt. B bekannt. Sie hat auch schon gelernt über den Umweg Kontakt halten, zu ihrem Triebziel zu gelangen, obgleich sich dieses in der entgegengesetzten Richtung befindet. Bisher haben wir diese Übung in der Abt. B trainiert, ohne große Triebbelastung. Nun bereiten wir den Einsatz dieser Übung auch für die Abt. C vor . Ziel ist es später beim Fußgehen einen aufmerksamen und jeder Zeit kontrollierbaren Hund zu haben, der seinen Fokus zwischen Helfer und Hundeführer auf Kommando lenken lässt.

Zum Aufbau dieser Übung, wird ein Beutestück von Hund weggeworfen. Cera wird vom HF am Halsband festgehalten, damit sie nicht selbstständig losläuft. Mit dem Kommando BALL darf Cera die Beute fixieren und nach einigen Sekunden wird der Hund mit einem JA freigegeben. Diese Übung gelingt recht einfach, Cera muss ja nur ihre Beute beobachten. Im nächsten Schritt gebe ich dann nach dem Werfen das Kommando GUCK und warte geduldig so lange, bis der Hund Blickkontakt zu mir aufnimmt. Erst dann gebe ich sie wieder mit dem Bestätigungskommando frei. Zunächst wird jeder kleine Blick bestätigt, nach und nach lasse ich den Blickkontakt länger halten bis zur Freigabe. Wenn diese Übung gut klappt, lasse ich den Hund mit dem Kommando BALL seine Beute fokussieren, dann muss der Hund mit dem Kommando GUCK Blickkontakt zum HF aufnehmen und umgekehrt. Variabel wird anschließend immer eine dieser Übungen bestätigt.

Jetzt bauen wir diese Übung mit einer Hilfsperson neu auf. Dies steht zunächst regungslos und ohne eine Reizlage zu produzieren mit einem Beutestück, welches seitlich am Körper gehalten wird da. Wir beginnen den Übungsaufbau wie oben beschrieben nochmals ganz von vorne, da hier eine wesentliche Änderung vorgenommen wurde und der Hund zumindest leicht trieblich belastet wird, ist es jetzt etwas schwieriger Blickkontakt zu bekommen, da der Hund ja in der Abt. C gelernt hat ausschließlich den Helfer fixieren zu müssen um an sein Triebziel zu gelangen und dies hier eine ähnliche Situation ist. Gelingt diese Übung mit der ruhig und passiv wirkenden Person, werden wir die Beute, ähnlich wie später den Ärmel nach vorne ziehen, vor den Körper, sodass auch hier wieder eine andere Situation entsteht. Wichtig ist hierbei, die Bestätigung auch schon für minimale Fortschritte schnell zu geben und das langsame Vorangehen in der Erwartungshaltung für länger anhaltenden Blickkontakt. Erst wenn der Fokus des Hundes hier verlässlich steuerbar ist, werden wir diese Übung wirklich mit dem Schutzdienst-Helfer innerhalb der Abt. C einstudieren. Erst danach kommt dann auch das Fußgehen hinzu, damit lassen wir uns noch viel Zeit.

"Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig,

bringt man die großen Dinge zum Scheitern!"

(Konfuzius)

Abt. A

Cera ist etwa 10 Monate alt

Leider hat Cera nicht all zu viel für Futter übrig, sodass mir ihr Triebverhalten in der Abteilung A etwas zu lasch vor kam. Ich möchte gern, dass meine Hunde für sich selbst suchen, nicht aus Angst vor dem Hundeführer und auch nicht weil sie dazu gedrängelt werden. Daher habe ich verschiedenes Futter ausprobiert und anstelle des Gegenstandes am Ende der Fährte ein Beutestück platziert. Seit dem ihr "Gummihuhn" am Ende der Fährte auf sie wartet, ist Cera viel motivierter und geht viel überzeugter  in die Fährte.  Ich habe vielen Hunden das Fährten über Futter, in zunächst jedem Schritt der Spur beigebracht, musste aber feststellen, dass dieses Schema auf Cera absolut nicht passt. Sie frisst nicht jedes Futterstück, sondern scheint sogar noch irritiert zu sein. Ich fand das am Anfang etwas paradox, aber seit dem ich sie nur noch variabel nach etwa 5 bis 10 Schritten mit Futter belohne, nimmt sie die Brocken auch wirklich alle auf und lässt sich davon tatsächlich mehr motivieren, als zuvor, wobei die Geschwindigkeit auch nicht negativ beeinflusst wurde. Auch lege ich jetzt nur noch einen einzelnen Futterbrocken und niemals mehrere hintereinander. Klingt vielleicht blöd, aber es machte auf mich den Eindruck als könnte sich der Hund nicht entscheiden, welches Futterstück er denn nun aufnehmen sollte. Cera nahm das eine auf und ließ es dann gleich wieder fallen um das nächste auf zu nehmen usw. Viel gefressen hat sie dabei auf der Fährte also nie. Davon abgesehen wurde sie fahrig, unsicher und desinteressiert.

Jetzt haben wir alles etwas umgestrickt. Wir benutzen jetzt ein attraktiveres Futter, welches Cera besser annimmt und ich beginne das Treten der Spur schon vor dem Fährtenschild um schon im Voraus die Konzentration zu fördern und um zu verhindern, dass der Hund gleich in die Fährte losstürmt. Hier liegt auch schon Futter bevor es zum eigentlichen Abgang geht. Dort liegen dann 3 Futterbrocken im getretenen Dreieck verteilt und danach folgen dann auf der eigentlichen Fährte variabel Leckerchen alle 5 bis 10 manchmal auch schon alle 15 Schritte. Da Cera nun nur noch einen Futterbrocken pro "Belohnungspunkt" erhält frisst sie diesen sogar auf und geht zügig aber nicht übermäßig schnell weiter. Die Winkel sind nicht mehr gepflastert sondern frei von Futter. Erst hinter dem Winkel gibt es eine Jackpottbelohnung mit etwa 3 Futterstücken, welche in der Erde versteckt werden. Da Cera jetzt viel sicherer und motivierter arbeitet lege ich viele Winkel und auch Schrägen und Kurven, welche sie mit absoluter Ruhe und Sicherheit selbstständig ausarbeitet. Auch die eigentliche Länge der Fährte wird jetzt immer mehr erweitert.  Am Ende der Fährte liegt ein Beutestück, eingegraben und gut versteckt im Boden. Nach dem Auffinden spielen wir beide sehr ausgiebig. Cera geht jetzt sehr gerne fährten und arbeitet absolut sicher und super korrekt. Ich denke wir haben nun auch für die Abteilung A ein gutes Trainingskonzept gefunden!

Abteilung B

Cera ist etwa 9 Monate alt

Wie schon auf dem unten stehenden Video zu sehen, haben wir mit Cera schon eine recht ordentliche Fußarbeit zu verzeichnen. Damit sie besser mit dem HF Blickkontakt halten kann, neigt Cera leider dazu ein wenig schräg bei Fuß zu laufen. Darum bedienten wir uns hier einige Wochen lang einer Passivhilfe, welche aus einer gespannten Wäscheleine bestand, die den Hund am schrägen Laufen, sowie auch am unkorrektem Absitzen in der Grundstellung hinderte. Wir haben uns eine Zeit lang darauf beschränkt nur an diesem kleinen Zäunchen entlang zu gehen und nur Rechtswendungen gemacht.  Nun bauen wir diese Hilfe langsam wieder ab. Cera ist die korrekte Position zur Gewohnheit geworden und sie läuft jetzt ganz toll, wie ich finde.

Wir trainieren nun alles was die PO so verlangt. Wendungen, Grundstellungen und Aufmerksamkeit halten kann Cerchen schon ganz prima und so üben wir nun auch weiter an den Übungen Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung heraus und laufen auch schon mal durch eine Personengruppe. Ablenkungen wie ein abgelegter Hund und immer mal ein paar Leute auf der Platzanlage, werden zur Selbstverständlichkeit und auch an der Schussgleichgültigkeit gibt es nicht viel zu feilen. Wir bauen den Schuss mit in die Freifolge ein und ignorieren ihn einfach. 

Natürlich gehören häufige Bestätigungen mittels Beißrolle und Futter ebenfalls in jede Übungseinheit. Immer dann, wenn der Hund größten Einsatz zeigt ertönt das Freigabekommando und die Bestätigung folgt sofort. Bei den Übungen dreht sich der HF zum Hund ein und bestätigt gleich mit Futter das schnelle Absitzen, Ablegen oder Stehen bleiben.

Beim Vorsitzen ist in beiden Händen Futter und der Hund wird, nach dem er sitzt abwechselnd auch von beiden Seiten gefüttert. Cera wird grundsätzlich nach dem Abrufen ins Vorsitz gebracht und dort bestätig. Auch diese Übung soll ihr zur Gewohnheit werden. Ein schnelles Hereinkommen wird hier nicht vor dem Vorsitz oder variabel bestätig sondern gehört zur Gesamtübung mit dazu. Wir hoffen Schnelligkeit und Korrektheit von Anfang an verbinden zu können.

In die Grundstellung kommt Cera, in dem sie hinter dem Hundeführer umwechseld. Der HF gibt hier mit einem Futterstück in der linken Hand Hilfestellung für eine korrekte Grundstellung.

Beim Apport muss Cera jetzt in Grundstellung sitzen bleiben, bis das Holz liegt. Erst dann wird sie mit dem Kommando zum Apport geschickt. Am Holz angekommen, gebe ich ihr noch einmal Kommando HIER um den Rückweg zu beschleunigen, Vorsitz und ruhiges Halten des Holzes klappen von ganz allein, weil die Übung konfliktfrei aufgebaut wurde. Da ich auf ein ruhiges und verlässliches Halten sehr viel Wert lege, darf Cera das Holz auch erst auf Kommando AUS abgeben und nicht wenn daran gezogen wird. Ich nehme also nach dem Vorsitzen das Holz in die Hand und ziehe daran. Der Hund soll es festhalten und ruhig sitzen bleiben. Dann lasse ich das Holz los und nehme es erneut in beide Hände, erst nach dem Kommando öffnet der Hund seinen Fang und erhält sofort die Freigabe und seine Beißrolle zur Belohnung. Cera macht das wirklich ganz prima! 

Zum Einstudieren der Übung Voraus, legt eine Hilfsperson ein Spielzeug an das Ende des Übungsplatzes, dann schicke ich Cera voraus und sie darf es holen. In den nächsten Übungseinheiten werden wir langsam dazu übergehen, das Triebziel schon am Ende des Platzes zu positionieren, bevor der Hund auf den Platz geführt wird. Weil das Bringsel immer an der gleichen Stelle liegt, wird der Hund es dort erwarten und auch ohne Sichtkontakt zum Ziel laufen, wenn er eine Verknüpfung zum Kommando erstellt hat. Erst danach werden wir damit beginnen, die nächsten Ausbildungsschritte zu gehen um diese Übung prüfungsnahe zu bekommen.

Die Ablage unter Ablenkung habe ich früher mit meinen anderen Hunden immer schon im Welpenalter aufgebaut, indem ich den Hund für ein paar Minuten ins Platz brachte, während ein anderer Hund vorgeführt wurde und in dieser Position ständig fütterte. Dieses Prozedere hat sich bewehrt und lies meine Hunde diese Übung beinahe ohne Druck erlernen. Bei Cera habe ich das zwar auch so angefangen, wurde aber eines besseren belehrt. Cera war als Welpe viel zu aufgeregt und konnte mit so großen Ablenkungen nicht umgehen. Sie fraß das Futter gar nicht und ignorierte mich völlig. Also haben wir erst jetzt, mit dem 10 Monate alten Hund diese Übung neu begonnen. Ich bringe den Hund ins Platz und füttere ihn in kleinen Abständen, zur Belohnung fürs Liegen bleiben. Steht Cera auf ertönt ein NEIN und sie wird erneut abgelegt. Bleibt sie dort für einige Sekunden, bekommt sie Futter und wird mit einem GUT gelobt und abgesichert. Die Ablagezeit wird erst nach und nach verlängert, sowie auch die Abstände in denen es Futter gibt. Der HF entfernt sich von Übungsstunde zu Übungsstunde immer mehr von seinem Hund und so erlernen wir auch diese Übung konfliktfrei und ohne große Zwänge. Die Ablage ist sicherlich die schwierigste Übung für Cera. Ruhig bleiben und dann auch noch so lange, ist für sie eine Tortur, aber das liegt auch noch am jugendlichen Leichtsinn :) 

Im Goßen und Ganzen läuft die Abteilung B ganz von allein und Cera macht ihre Sache richtig gut, ist aufmerksam und triebig!

Cera bei Freifolge und Apport im Alter von 9 Mon.

Ihr seht Cera beim Einstudieren der Freifolge, bei den Übungen Sitz und Platz, sowie beim Apportieren. Leider ist das Video nicht von sehr guter Qualität, aber ich denke man sieht, dass wir beide gut voran gekommen sind und wir auch beide mächtig viel Spaß bei der Arbeit haben. Zur Erklärung : Der kleine Zaun im Vordergrund dient als Passivhilfe weil Cera sich leider eine schräge Position angewöhnt hat. Das Festhalten des Apportierholzes auch auf Manipulation hin, ist gewollt. Cera darf erst loslassen wenn das Kommando AUS gegeben wird. Viel Spaß beim ansehen!

Cera lernt Verbellen

Wir zeigen die Aufbauarbeit zur Übung Stellen/Verbellen und Ablage zur Fluchtvereitelung. In den ersten Übungseinheiten wurde der Hund durch Halsband und Leine am Anbiss gehindert, aber da die Übung Verbellen bereits im Spiel und ohne große Triebbelastung erlernt wurde, war Cera schnell in der Lage selbstständig und ohne Leine zu arbeiten. Druck war niemals nötig. Die junge Hündin benötigte nur eine leichte Passivhilfe ("geistiger Zügel" nach E. Lind) des HF beim Einstudieren dieser Übung. Es entstand keinerlei Konflikt. Genauso konfliktarm erarbeiten wir auch die Ablage zur Fluchtvereitelung. Sieht am Anfang vielleicht etwas unbeholfen aus, aber es funktioniert. Cera bekommt einen Anbiss, aber erst dann wenn sie liegt. Des weiteren seht Ihr ein paar Übungen für Anbiss- und Griffverhalten.

Abteilung A

Cera ist 9 Monate

Nach der langen Winterzeit haben wir Cera noch zwei Fährten mit Futter in jedem Tritt gegönnt. Nun aber wird langsam mit dem Futterabbau begonnen. Die junge Hündin folgt der Fährte sehr langsam und arbeitet auch die Winkel sehr intensiv aus. Anfänglich wurden zunächst mal so 3 Schritte Futter weg gelassen. Am Tempo hat sich nicht viel verändert. Jetzt lege ich etwa 10 Schritte mit Futter und danach 5 Schritte ohne Bestätigung. Abgang und Winkel sind allerdings noch mit Leckerchen gepflastert. Ich bin wirklich sehr erstaunt, dass sich an ihrer Suchgeschwindigkeit nichts zu ändern scheint. Erfahrungsgemäß sind die Hunde zu Beginn des Futterabbaus entweder verunsichert oder werden schneller. Cera hat hier ganz viel Ruhe. Sie schaut in jeden Fußtritt und vergewissert sich auch, wenn dieser leer ist, ob nicht doch noch was zu finden ist. Sie geht allerdings selbstständig weiter und wittert dann eben den nächsten Schritt genau ab. Mit ihr dauert das Absuchen zwar etwas länger, aber wir kommen immer da an, wo wir hin wollen :)  Demnächst werden wir langsam und schleichend immer weniger Futter auf der Fährte platzieren. Mal schaun ob Cera dann bei ihrer Geschwindigkeit bleiben wird. Eigentlich ja ein sehr schöner Umstand, denn ein langsamer Hund sucht meist intensiver und hält viel leichter die Spur, aber momentan ein sehr ungewöhnlicher und fast schon langweiliger Umstand für den Hundeführer :)

Stellen/Verbellen

Cera ist 9 Monate

Wir haben damit begonnen Cera ein paar Gehorsamsübungen zu zeigen. Allerdings wurde das Stellen/Verbellen zu Hause mit dem Hundeführer bereits einstudiert, so dass für Cera erst gar kein großer Konflikt mit dem Helfer entstehen musste. Ich habe ihr, wie schon beschrieben zunächst mal das Bellen auf Kommando LAUT bei gebracht. Erst mal mit einer Futterbestätigung und danach bekam sie die Beißrolle und ein gemeinsames Zerrspiel als Belohnung, für einmal Bellen. Anschließend wurde ein einmaliges Bellen nicht mehr sofort bestätigt sondern nur mit einem GUT gelobt. Ab hier wurde dann nur noch mehrmaliges Bellen mit Beute bestätigt. Danach habe ich mich einfach ins Versteck gestellt, nachdem ich den Hund in der Nähe abgelegt hatte. Mit dem Kommando REVIER gab ich den Hund dann frei und sperrte Cera beim hereinkommen einfach mit meiner ausgestreckten Hand um sie so am Anbiss in die Rolle zu hindern. Anschließend brachte ich den Hund dann mit dem Kommando LAUT zum bellen. Bestätigt wurde zunächst wieder der erste Beller, weil ein anderer Übungsaufbau oft Konflikte erzeugt, und dann einige Übungseinheiten später musste Cera schon etwas häufiger bellen um die Beißrolle zu bekommen. Diesen Übungsaufbau sieht Cera als ein Spiel an, sie bekommt ja auch keinen Druck und die kleinen Spielregeln, welche wir schon vom Welpenalter an trainiert haben helfen uns hier sehr. Meine ausgestreckte Hand, welche sie als ein Wartesignal kennen gelernt hat, ist der einzige "Druck" der nötig ist um sie am Anbiss zu hindern. Cera versteht, dass sie erst nach der Freigabe durch mein "Ja" anbeißen darf und arbeitet, weil sie schon zuvor gelernt hat, dass sie nur über einen Umweg an die Bestätigung gelangen kann.

Als Cera selbstständig und ohne Wartesignal bellend vor der Beißrolle stand, habe ich diese Übung einfach mit in den Schutzdienst genommen. Die Hündin bekommt zunächst einen Anbiss, weil sie sonst leicht überdreht, danach geht der Helfer vor das Versteck und ich halte Cera an Halsband und Leine leicht vor dem Helfer fest, damit sie nicht anbeißen kann. Während wir uns dem Helfer nähern gebe ich das Kommando REVIER. Zu Anfang habe ich darauf geachtet, dass sie nicht "naschen" kann, aber da Cera der Übungsaufbau bereits bekannt war, hat sie das eigentlich nie so wirklich probiert. Inzwischen lasse ich die Leine schon locker durchhängen und der Hund wird nach mehrmaligem bellen bestätigt.

Die Leine wird zur Sicherheit noch einige Zeit dran bleiben, auch wenn ich sie nicht benutzen muss. Bald werde ich auch nicht mehr mit Cera zum Helfer gehen, sondern sie an langer Leine zu ihm hin schicken. Anschließend werde ich dann erst das REVIER Kommando geben, wenn die Hündin eine Grundstellung eingenommen hat. So wird nach und nach immer mehr Gehorsam mit ins Training einfließen, ohne das große Konflikte entstehen. Auch das Freigabekommando wird für klare Kommunikation sorgen und der Hündin viel Sicherheit geben. Wir lassen Cera beim Verbellen stehen, jegliche Bemühungen sie in der Vorübung ins SITZ zu bringen, haben sie leider am Bellen gehindert. Sie steht sehr eng vor dem Helfer, daher sehe ich auch keinen Grund ihr hier vor zu schreiben, was sie tun soll. Sie darf ihre eigene Technik finden und ich bin der Meinung,  sie macht das ganz prima!

Nach der Verbellübung macht Cera noch eine Fluchtverhinderung aus dem SITZ heraus und wird an langer Leine leicht ausgekontert.  Hierbei kann sie sich ein wenig "freilaufen" und wir achten natürlich auf einen vollen, festen Griff und ausreichende Schnelligkeit.

Freifolge            Cera ist etwa 9 Monate

Die Übungen GUCK in Grundstellung und in der Bewegung, sowie auch die gerade Grundstellung selbst, wurden nun zusammengefügt. Cera wurde mittels leichter und geringfügiger Leinenkorrektur zum Einhalten einer korrekten Fußposition verleitet. Durch die Übung Blickkontakt halten in der Bewegung hat sich Cera, beinahe schon eine Fußposition selbstständig erarbeitet. Hier musste nur ein klein wenig korrigiert werden. Zunächst hatte der HF die Beißrolle sichtbar in der rechten Hand und der Hund hat über den Umweg Blickkontakt gelernt an sein Triebziel zu kommen. Also war es bald schon ziemlich egal wo die Rolle sich befand. Da wir ja bald von sämtlichen Hilfen weg möchten, verschwand das Bringsel dann auch in der Ausbildungsweste. Zunächst sind wir nur einige Schritte geradeaus gegangen und dann wurde der Hund mit dem Bestätigungskommando freigegeben und mit einem kurzen Zerrspiel belohnt. Anschließend musste Cera Kreise rechts und links herum in der Fußposition folgen und auch die Wendungen haben wir einstudiert. Die Zeit bis zur Bestätigung wurde variabel immer mehr verlängert. Cera macht ihre Sache sehr gut, ist sehr aufmerksam und freudig. Nun haben wir damit begonnen, den Hund im Schema der PO zu führen, um ihn an den Ablauf zu gewöhnen. Ich finde, wenn der Hund weiss wo Kehrtwendung und Schrittwechsel erfolgen, kann er auch viel sauberer arbeiten. Damit keine Langeweile entsteht, erfolgt die Bestätigung immer an anderer Stelle, natürlich grundsätzlich dann, wenn der Hund sich sehr bemüht und sich in der absolut korrekten Position befindet. Langsam flechten wir auch Ablenkungen, wie z. B. eine Personengruppe oder einen abgelegten Hund mit ins Training hinein. Cera ist so konzentriert bei der Arbeit, dass sie dieser Umstand aber wenig kratzt. Sie hat nun ein Alter erreicht, an dem ihr so was ziemlich Schnuppe ist. Nur der HF und die Bestätigung ist wichtig. Auch Grundstellungen fügen wir ins Schema. Allerdings bekommt sie hier noch Hilfestellung mit der Futterhand, damit die Position auch wirklich gerade ist. Demnächst werden wir die Übungen (Sitz/Platz/Steh) ebenfalls mit ein bauen. Diese kennt Cera noch gar nicht aus der Bewegung. Wir sind gespannt, wie sie sich hier anstellen wird. Bisher macht sie alles ganz prima und wir sind sehr zufrieden!

Vorarbeit zur Fluchtvereitelung

Cera ist ca. 9 Monate

Bisher haben wir mit Cera "Vorbeilaufhetze" gemacht. Also, der HF hält den Hund kurz und der Helfer läuft seitlich vorbei. Wenn der Figurant auf gleicher Höhe ist, wird der Hund freigegeben, nach dem Anbiss wird die Leine gleich wieder straff und kontert den Hund leicht aus. Das war auch vom Grundgedanken her nicht schlecht, jedoch lernte Cera schnell und ließ sich bald nicht mehr so leicht vom HF festhalten, sie steuerte immer gleich in die Richtung in welche sie den Anbiss erwartete und verfolgte den Helfer zielstrebig und schnell in einer leichten Bogenbewegung. Daher war der Hund schon fast vor dem Helfer am  Zielort. Schlaue Cera! :)  Und genau das wollten wir ja auch erreichen. Nun gehen wir den nächsten Schritt. Cera zeigt sich trieblich ganz prima und auch das Griffverhalten lässt keine Wünsche offen. Daher kann sie sicherlich auch schon kleine Gehorsamsteile erlernen. Die Fluchtvereitelung werden wir in Zukunft aus dem SITZ heraus trainieren. Der Helfer steht hierzu ruhig und der HF nimmt seinen Hund mit einer kleinen Leinenhilfe ins SITZ, sofort nach dem Einnehmen der Position läuft der Helfer los, Cera darf anbeißen und wird mit der Leine leicht ausgekontert. Bei gutem Griffverhalten wird er Ärmel sofort geschenkt.

Cera darf auch weiterhin, den Helfer der sich in Kreisbewegung mit der ungeschützten Seite zum Hund bewegt, treiben und bekommt Anbisse plötzlich aus einer Drehung heraus. Auch das Bedrängen mit dem Stock gehört in jede Übungseinheit. Cera lässt sich hiervon rein gar nicht beeindrucken und der Helfer kann sie schon fast wie in der PO verlangt locker über den Platz "schieben". Cera bietet die Beute dem Helfer selbstständig zum Weiterspielen an. Das AUS an der toten Beute klappt fast von ganz allein, Cera will weitermachen und ist daher gern bereit auf Kommando ab zu lassen, damit sie schnell wieder kämpfen darf. Ganz klar Cerchen geht immer als Sieger vom Platz. Ich glaube, es gibt hier nicht mehr viel, was wir ihr beibringen können. Bald werden wir uns dem Projekt Stellen/Verbellen widmen.

Apport

Cera ist ca. 9 Monate

Der Apport klappt mit Cera fast ganz von allein. Bis hierher haben wir das Apportierholz hinausgeworfen und den Hund sofort hinterher geschickt. Mit einer langen Leine wurde der Rückweg abgesichert und das Vorsitz klappt auch schon recht gut. Nun beginnen wir langsam damit, Cera erst in die Grundstellung zu beordern bevor sie apportieren darf. Hierzu wir der Hund einfach an einem Hilfsleinchen festgehalten, das Kommando Sitz wird gegeben und ganz zu Anfang habe ich auch mit einer Hand am Körper des Hundes etwas geholfen, damit sie nicht sofort beim Werfen des Holzes losrennt. Cera hat schnell begriffen, dass das heißersehnte Kommando, BRING erst gegeben wird, wenn sie sitzen bleibt. Zunächst wurde sie schon beim Einnehmen der gewünschten Position sofort freigegeben, nun verzögern wir den Einsatz immer um ein paar Sekunden mehr. Cera baut hier noch mehr Spannung auf und flitzt beim Kommando sofort zum Holz. Beim Zulauf zum HF kann nun gänzlich auf die lange Leine verzichtet werden. Cera kommt bereitwillig und schnell zurück und setzt sich gerade vor. Knautschen habe ich bei ihr noch gar nicht beobachten können. Sie scheint von Natur aus nicht zu solchen Unarten zu neigen. Das freut mich natürlich sehr! :)   Da die junge Hündin dazu neigte, einen Konflikt mit der Abgabe des Holzes zu entwickeln und daher immer den Kopf wegdrehte, wenn ich ihr das Holz abnehmen wollte, habe ich sofort nach der Abgabe mit Futter und Spiel bestätigt. Kurzfristig wollte Cera dann das Holz schon vorzeitig los lassen und "spuckte" es mir beinahe schon entgegen, sowie sich meine Hände in Richtung Holz bewegten. Nun haben wir eine Halteübung mit eingefügt. Nach dem Vorsitzen, greife ich mit beiden Händen nach dem Holz und ziehe daran. Cera muss das Holz jedoch festhalten. Zur Hilfe gebe ich das Kommando FEST. Zu Anfang hat sie es natürlich losgelassen, doch weil sie mit Hilfe von klarer Kommunikation gelernt hat, zeigte mein NEIN ihr schnell, dass dies kein gewünschtes Verhalten war. Ein GUT war dann der Garant auf dem richtigen Wege zu sein. Danach wurde dann mit JA schnell die gesamte Übung bestätigt. Nun sieht unser Übungsaufbau so aus, dass Cera in Grundstellung so lange verharrt, bis sie mit dem Kommando BRING freigegeben wird. Nach der Aufnahme kommt sie schnell zum HF zurück und setzt sich nach leichter Körperhilfe gerade vor. Nach kurzem Halten greife ich mit beiden Händen zum Holz und ziehe daran. Der Hund hält den Griff fest und ruhig. Anschließend packe ich das Holz nur mit meiner linken Hand und gebe nach einigen Sekunden das Kommando AUS. Nach dem Ablassen ertönt das Bestätigungskommando und es wird mit Futter belohnt. Danach werfe ich das Holz sofort wieder hinaus und Cera darf die Übung jetzt ohne Grundstellung wiederholen, oder bekommt einen Ball zum gemeinsamen Spiel.

Cera scheint die Halteübung richtig Spaß zu machen. Sie kommt noch einen Tacken schneller zurück als vorher und erwartet das Ziehen in freudiger Erregung. Kämpfen und "gewinnen" ist toll auch wenn man dabei sitzen bleiben muss. Mein Lob scheint ihr hier viel mehr Bestätigung zu sein als alles andere. Trotzdem klappt das AUS genauso gut wie vorher, wird nur kontrollierter ausgeführt. Vielleicht ist Cera ein bisschen "wuschig im Hirn", aber ich finde sie richtig klasse! :)

Technische Übungen Abteilung C

Cera ist etwa 8 Monate

Cera´s Triebverhalten ist überdurchschnittlich hoch, das Griffverhalten voll, ruhig und fest und sie geht mit so viel Wucht in den Anbiss, dass wir wirklich mehr als zufrieden sein können. Probleme gibt es also keine, daher haben wir von einem runden, weichem Beißkissen jetzt auf einen Junghundärmel (ähnlich Knut Fuchs Übergangsärmel) umgestellt. Der Arm ist am Anbiss leicht rund gearbeitet und bietet auch nur hier eine weiche, zusammendrückbare Anbissfläche. Der Rest des Ärmels ist aus glattem Nylongewebe, so dass der Hund hier erst gar nicht auf die Idee kommen sollte, außerhalb der Mitte zu beißen. Cera packt von Natur aus mittig und hält auch hier die Griffe ruhig, voll und fest. Langsam gehen wir jetzt dazu über, ihr ein wenig Technik bei zu bringen. Zum einen sind das kurze Fluchten, bei denen der Helfer den Arm etwas ausstellt, damit der Hund gezielt in die Beute hineinspringt. Allerdings werden wir diese in Zukunft nicht in jede Übungseinheit mit einfließen lassen, da Cera eine unglaubliche Geschwindigkeit an den Tag legt und wir die noch sehr junge Wirbelsäule und den noch im Wachstum befindlichen Kiefer nicht zu sehr belasten möchten. Cera hat ein paar Fluchten mit dem Ärmel gemacht. Sie zielt sehr gut und hat auch eine sehr schöne Absprungtechnik, so dass wir hier nichts verändern müssen. Daher geben wir ihr noch etwas Zeit zum wachsen und werden diese Übung nur ab und zu einmal trainieren.

Zum Anderen trainieren wir jetzt Anbisse aus der Bewegung. Der Helfer läuft hier seitlich am Hund vorbei und der HF lässt den Hund los, sobald Helfer und Hund etwa auf der gleichen Höhe sind. Nach dem Anbiss wird der Hund leicht ausgekontert. Diese Vorübung zur späteren Fluchtvereitelung soll Griffverhalten und Schnelligkeit des Hundes trainieren. Außerdem praktizieren wir weiterhin hohe Anbisse und der Helfer bewegt sich immer vom Hund weg, so dass der Hund sich seine Beute holen muss, das steigert Anbissgeschwindigkeit und Griffverhalten ebenso. Viel gehetzt wird die junge Hündin zur Zeit nicht. Cera neigt dazu leicht zu überdrehen, so bewegt sich der Helfer im Halbkreis mit der ungeschützten Seite zum Hund und dreht sich dann schnell ein um den Hund in einer seitlichen Rückwärtsbewegung in den Anbiss zu lassen. Das Bedrängen mit dem Softstock gehört jetzt in jede Übungseinheit. Cera lässt sich hiervon aber rein gar nicht beeindrucken. Natürlich geht Cerchen immer als Sieger mit Ärmel vom Platz und wird ausgiebig gelobt. Am AUS an der "toten Beute"  brauchen wir auch gar nicht arbeiten. Cera gibt bereitwillig die Beute ab, damit es schnell weitergeht. Alles andere kommt später und wird ganz sicher auch kein Problem dar stellen.

Wie gesagt, toller Hund macht richtig Spaß!

Cera beim Schutzdienst

Cera beim Schutzdienst im Alter von 7 Monaten

Ihr seht Cera bei der Beutetriebförderung, mit kleinen Bedrängphasen und einer kurzen Flucht. Helfer auf dem Video ist Ralf v. Helden vom DVG GHSV Ratheim. Hund und Helfer bilden hier ein super gutes Team, wie ich finde. Ich bin sehr glücklich mit so einem guten Team zusammen arbeiten zu dürfen!

Viel Spaß beim Anschaun!

Cera beim Spaß-Training

Auf dem Video seht Ihr Cera im Alter von genau 7 Monaten. Wer sagt, dass man im Schnee nicht arbeiten könnte?! Wir lassen keinen Tag ohne ein Spaßtraining vergehen! Übungen kann man auch im Schnee erlernen, allerdings sind die Videoaufnahmen etwas dunkel geworden und beim Übertragen sind einige Qualitätsverluste entstanden, aber ich denke man kann erkennen wie viel Spaß Hund und Hundeführer an der gemeinsamen Arbeit haben. Ihr seht Vorübungen zum Apport, Beginn der Leinenführigkeit, Aufmerksamkeitstraining, Sitz, Platz und Steh, Hereinrufen, Umwechseln in die Fußposition, Beuteverbellen und ganz viel Spiel und Spaß!

Normaler Weise arbeite ich mit Cera allein, dass mein Mann zum Filmen mitgekommen war, fand sie megaklasse! Daher freut sie sich jedes mal wie Bolle, wenn wir uns der Kamera nähern, hält aber trotzdem immer Kontakt zum HF. Man sieht ganz deutlich, dass Cera die Lebensfreude in Person verkörpert und dass sie immer zu Späßen aufgelegt ist. Trotzdem finde ich, macht sie schon eine klasse Arbeit für ihr jugendliches Alter! Macht ganz viel Spaß mit ihr!!

Apport; Cera ist 7 Monate alt

Cera hat viel Spaß daran ein kleines Apportierholz zu holen und bringt es mir auch, abgesichert durch eine 3 m Leine recht schnell und zielstrebig zurück. Bei mir angekommen, wird sie durch ein kurzes Zerrspiel und reichlich verbales Lob bestätigt. Danach nehme ich ihr das Holz mit Kommando Aus ab und werfe es gleich wieder hinaus, damit sie es erneut holen kann. Da ihr das Vorsitz außerhalb der Apportierübung schon  bekannt ist, gehe ich nun langsam dazu über sie mit dem Holz im Fang vorsitzen zu lassen. Hierzu ziehe ich sie mit der Futterhand in die richtige Position, gebe Kommando Sitz und alles andere klappt ganz von allein. Cera neigt nicht dazu das Holz zu knautschen und hält es von Natur aus ruhig, daher benötigt sie hier keinerlei Korrektur. Auch lässt sie es nicht so leicht fallen, weil sie Beute nicht gern hergibt, auch nicht für Futter, daher kann man sie hier sehr leicht führen, ohne dass sie das Holz verliert. Hat sie einige Sekunden ruhig gesessen, löse ich die Übung variabel einmal durch ein Zerrspiel und ein anderes Mal nach Kommando Aus und sofortigem wieder hinaus werfen des Bringholzes auf. Langsam versuche ich auch nach dem Aus ein Leckerchen an zu bieten um von dem reinen Spielapport weg zukommen. Ich möchte gern, dass nicht das Holz das Triebmittel bleibt, sondern dass der Hund für den Umweg, Holz bringen, zu seinem eigentlichen Triebziel gelangt. Zunächst soll das hier Futter sein, um den noch sehr jungen Hund nicht zu sehr in einen Konflikt zu bringen. Später möchte ich gern auf eine Beutebestätigung mittels Ball oder Beißrolle umstellen, aber da sich hier auch der Trieb sehr steigert, und Trieb ja bekanntlich "blöd" macht, warte ich damit noch ein Weilchen, bis der Hund die Übung komplett verstanden hat. Cera trägt und bringt das Holz ruhig, auch knautscht sie niemals beim Vorsitzen. Ein Umstand, der uns die Arbeit hier sehr erleichtert. Korrektur wird allenfalls beim Abgeben des Holzes nötig werden, aber im Moment tauscht sie auch gern gegen Futter, wenn man ihr etwas Zeit gibt. Cera gibt Beute nicht gern her, daher wird auch die Leine noch einige Monate zur Hilfestellung dran bleiben, damit sie erst gar nicht auf die Idee kommt, mir ab zu hauen :) 

Die junge Hündin hat noch keinerlei schlechte Erfahrungen mit dem Holz gemacht und findet die Übungen zum Apport einfach nur klasse! Da sie sowieso eine hohe Grundschnelligkeit besitzt und in alles hineinpackt, was sich bewegt denke ich, kann man auch schon mit einer solch komplexen Übung langsam beginnen. Wir werden es vermeiden Druck auf den Hund aus zu üben und nur dann mit ihr arbeiten, wenn sie Freude daran hat. Sicherlich muss man hinterher noch an den Feinheiten feilen, aber  Cera wird erst mal Zeit bekommen, das Apportieren in Ruhe zu verstehen.

Grundstellungen

Das Fußgehen möchte ich nicht rein mit Futtertreiben einstudieren und wir haben ja auch schon eine andere, erfolgreiche Methode gefunden. Allerdings bietet sich das Futtertreiben beim Erlernen der Grundstellungen mit Cera sehr gut an. Futtertreiben gehört bei uns genauso zum gemeinsamen Spiel, wie Ball werfen oder Beißrolle zerren. Cera folgt sehr gut der Futterhand und lässt sich auch leicht in die gewünschte Position manipulieren. Hierzu lasse ich sie, das Futter in meiner Hand treiben und gehe erst los, wenn der Hund kräftig in die Hand stößt. Nach 2 Schritten bleibe ich stehen, drehe die Hand etwas nach außen und gleichzeitig nach oben. Der Hund verfällt ins Sitz und wird in eine sehr gerade und korrekte Position gedrängt. Cera wird sich im Laufe der Zeit an diese, gewünschte Position in der Grundstellung gewöhnen und gleichzeitig lernen sich abzusetzen sobald der HF stehen bleibt. Diese Übung wird außerhalb vom "normalen Fußgehen" einstudiert.

Diese Methode hat bei Cat leider nicht funktioniert. Sie folgte zwar der Futterhand ließ sich aber nicht in eine korrekte Position lenken, sondern drehte sich weiter nach außen. Wir haben hier dann auf eine Passivhilfe zurückgegriffen um die Grundstellungen gerader werden zu lassen. Cera jedoch reagiert sehr gut auf das Futtertreiben. So ist eben jeder Hund anders und man muss sich immer wieder was Neues einfallen lassen!

Abteilung C Bedrängen/Belastung/Förderung des Griffverhaltens

Cera ist knapp 7 Monate

Bisher haben wir mit Cera in einem freundschaftlichen Beutespiel Triebverhalten und Selbstvertrauen gefördert. Hierzu verwendeten wir ein sehr weiches Beißkissen, welches leicht zu packen und zu halten war. Die Anbisse wurden leicht gemacht und der Helfer brachte dem Hund beim Zerrspiel nur leichten Widerstand entgegen um den noch weichen Kiefer und die heranwachsenden Zähne nicht zu großem Druck aus zu setzen. Außerdem sollte der junge Hund zunächst einmal nur lernen, dass er stärker als der Helfer ist und immer als Gewinner vom Platz gehen. Auf das Griffverhalten brauchten wir bei Cera in keinster Weise zu achten, denn ihre Griffe sind immer voll und ruhig. Nun haben wir uns im Beuteobjekt auf ein etwas runderes und glatteres Beißkissen gesteigert, welches aber immer noch sehr weich ist und sich leicht zusammendrücken lässt. Die Anbisse werden nun etwas höher angeboten und immer in einer Rückwärtsbewegung. Nun wird auch mehr Zug auf die Beute gesetzt, so dass Cera auch auf jeden Fall, schon sehr feste und wirksame Griffe setzen muss um ihr Triebziel zu halten, ansonsten verliert sie es wieder. Geschenkt wird dann nach einem kurzen Zerrspiel und nach dem Kontern des Hundes. Auch "nervliche Belastungen" fügen wir langsam mit ein. Der Helfer drohte zu Anfang nur mit der Handfläche, dann zusätzlich in der Bewegung, ähnlich dem Bedrängen nach PO. Immer nur ein kurzes Stück und sofort danach erfolgt die Bestätigung durch das Abgeben der Beute. Auch das haben wir schon gesteigert. Der Helfer nimmt nun den Softstock mit dazu, welchen er zunächst neben dem Hund auf und ab bewegte und danach auch schon über dem Hund halten konnte. Da Cera das überhaupt nichts aus macht, ist der Helfer nun schon in der Lage den Hund einige Schritte ähnlich dem Bewegungsablauf nach PO mit dem Stock zu Bedrängen. Nun, ich gebe zu, all das habe ich zu Hause zunächst vorbereitet und in einem gemeinsamen Beutespiel mit eingebaut. Meine Hunde kennen das Bedrängen von Welpe an. Zunächst mit der Hand und dann ganz rasch auch mit dem Softstock. Ein Hund der von Anfang an damit konfrontiert wird, entwickelt auch keine Konflikte diesbezüglich. Kleine Fluchten üben wir auch schon. Dabei wird die Leine einfach fallen gelassen und Cera muss, na ja oder darf,  allein zum Helfer. Das Kissen wird hierzu seitlich vom Helfer weggehalten, damit der Hund lernt zur Beute zu springen. Cera hat eine sehr gute Sprungtechnik und macht sehr viel Geschwindigkeit auf einem noch recht kurzen Stück. Nach dem Anbiss setzt der Helfer den Hund sanft ab und bestätigt ihn dann mit der Beute. Auf ein "Herumwirbeln" verzichten wir, der noch so jungen Wirbelsäule und des sich noch im Wachstum befindlichen Kiefers zur Liebe, noch einige Zeit. Aber ich denke nicht, dass es hierbei ein Problem geben wird. Cera macht das alles ganz prima! Sie zeigt nach wie vor ruhige, volle und wirkungsvolle Griffe und ein enormes Triebpotenzial mit ganz viel Drang zum Helfer und zur Beute und hält allen Belastungen unbeeindruckt stand. Natürlich gehören auch Beutetragen, diese zum Helfer zurückbringen und das ruhige Halten der Beute beim HF zu allen Trainingseinheiten weiterhin mit dazu. Die tote Beute auf Kommando auslassen ist ebenfalls kein Problem und wird weder mit Würgen noch mit Kneifen erzwungen. Ganz klar das kennt Cera alles von "Babyfüßen" an aus dem Beutespiel mit dem HF und wir können dieses zuvor erlernte Verhalten auch im Schutzdienst problemlos abrufen. Ein wenig Kontrolle und Gehorsam machen hier keinerlei Konflikt und gehören in den Ablauf einer jeden Übungseinheit einfach mit hinein.

Leinenführigkeit/Freifolge Cera ist knapp 7 Monate

Cera ist das Kommando GUCK bekannt und sie kann auch schon einige Zeit den Blickkontakt halten, sowohl in der Grundstellung und beim Vorsitz als auch in der Bewegung. Bisher haben wir hier immer mit Futter bestätigt und sind sehr langsam gegangen, damit es für den Hund einfacher war sich zu konzentrieren. Nun haben wir mehr Geschwindigkeit in die Sache gebracht und die Bestätigung erfolgt mit der Beißrolle, dadurch haben sich Triebverhalten und Motivationsgrundlage verändert und Cera ist noch eifriger bei der Sache als schon bisher. Da ihr bisher keinerlei gewünschte Position gezeigt wurde, läuft sie sehr schräg um den Blickkontakt halten zu können und auch ein bisschen zu weit vor. Dieses Verhalten korrigieren wir nun vorsichtig mittels kleiner und leichter Leineneinwirkungen. Die Beißrolle wird variabel entweder in der rechten Hand gehalten oder verschwindet in der Ausbildungsweste. Da der Hund gelernt hat, über den Umweg Blickkontakt an sein Triebziel zu gelangen ist die Position des Triebmittels jedoch völlig irrelevant.  Läuft der Hund in der annähernd richtigen Position und hält den Blickkontakt, wird sofort mit JA und Beißrolle bestätigt. Zu Anfang waren das etwa 3 Schritte, nun steigern wir uns langsam immer mehr und verlängern mit einem GUUUUUT die Zeit vom Angehen bis zur Bestätigung. Zunächst gehen wir kleine Geraden, später kommen rechte Winkel hinzu, danach steigern wir uns mit großen rechten Kreisen um den Hund aufmerksam und eng an den HF zu binden. Linkswinkel und Kehrtwendungen werden danach folgen und sollte Cera dann zu sehr "schieben" kompensieren wir dies durch Kreislaufen rechts herum. Alle Übungen werden bei guter Ausführung sofort und sehr häufig durch ein Beutespiel belohnt. Die zu laufenden Strecken werden erst nach und nach sehr langsam verlängert. Cera ist erst 7 Monate alt und noch nicht in der Lage sich sehr lange zu konzentrieren und Blickkontakt und Position gleichzeitig zu halten ist eine nicht ganz einfache Anforderung an einen so jungen Hund. Dennoch meistert Cera das Fußgehen ganz super und ist mit sehr viel Eifer bei der Sache. Wir arbeiten momentan noch ohne Ablenkung im heimischen Garten oder ganz allein auf dem Hupla. Erst wenn Cera absolut sicher läuft werden wir Ablenkungselemente mit einfließen lassen.

Apport Cera ist etwa 6 Monate

Weiter unten haben wir ja schon beschrieben, welche Vorarbeit wir zum Apport betreiben. Cera hat also gelernt einen Ball schnell zu holen und zielstrebig zum HF zurück zu laufen. Wobei wir hier etwas erfinderischer sein mussten als bei Cat. Cera gibt Beute nicht gern ab und so entstand leider keine, für sie sinnvolle Verknüpfung von Abgeben des Balles und schnell wieder hinauslaufen zu dürfen. Ihr war es wichtiger die Beute behalten zu können, also wollte sie auch nicht zu mir zurück. Bei Cat erzielten wir eine positive Verknüpfung vom schnellen Abgeben und daraus resultierendem schnellen Weiterspielen. Cera findet Lob ganz toll, also werfe ich den Ball hinaus und lobe sie überschwänglich, wenn sie zu mir zurück kommt. Dabei darf sie ihre Beute im Fang behalten und ich mache sie ihr nicht streitig. Erst nach einer weiteren Runde Tragen, gebe ich Kommando AUS und werfe dann gleich wieder hinaus. So kommt sie nun viel freier und zielstrebiger zu mir zurück. Zeit um zum eigentlichen Apportiergegenstand zu gelangen. Jetzt werfe ich statt des Balles ein ganz kleines Apportierholz. Die Leine bleibt zur Kontrolle noch dran. Da das ruhige Halten von Beute auf das Kommando FEST schon bekannt ist, versuche ich auch hier schon nach dem Zurückkommen auf darauf zu achten. Ich halte, so wie im Schutzdienst auch, eine Hand unter dem Fang des Hundes, gebe Kommando FEST und lasse den Hund dann noch eine Runde mit dem Holz laufen, bevor ich es ihm ruhig abnehme und erneut hinauswerfe. Diese Vorarbeit wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach und nach werde ich dann versuchen auch das Vorsitz und das ruhige Halten des Apportierholzes zu formen. Wobei letzteres später in einer Extraübung getrennt vom Hinaus- und Hineinlaufen erarbeitet werden soll. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit. Immer eines nach dem Anderen.

 Cera´s erste Schritte in der  Abt. C

Cera im Alter von 5 1/2 Monaten bei den ersten wirklichen Schritten in der Abteilung C. Keine Angst die Beute ist "butterweich" und er Helfer reist auch nicht an den neuen Zähnchen wie verrückt. Wir machen das alles mit viel Gefühl und dem Alter des Hundes entsprechend vorsichtig. Dabei unterstützt uns tatkräftig Ralf van Helden als Figurant, bei dem wir uns mal ganz herzlich für seine tolle Arbeit bedanken wollen! Cera kommt sehr impulsiv auf die Platzanlage und es benötigt kaum vieler Reize um sie auf Touren zu bringen. Sie schaut hier sehr intensiv nach dem Helfer und wir versuchen ihre Aufmerksamkeit nun mehr auf die Beute zu lenken. Des weiteren wird auf einen vollen und ruhigen Griff von Anfang an geachtet. Auch ein paar kleine Belastungen werden mit eingebaut um den jungen Hund daran zu gewöhnen. Momentan kommt noch kein großer Zug auf die Beute weil sich Zähne und Kiefer noch im Wachstum befinden. Die Beute wird nach dem Anbiss gleich geschenkt. In dieser Phase sollen lediglich Beutetrieb und Selbstvertrauen gefördert werden.

Cera macht das richtig klasse! Anschalten braucht man sie nun wirklich nicht. Sie will nicht nur die Beute sondern den ganzen Helfer! Die junge Hündin arbeitet absolut selbstsicher und frei mit dem Figuranten, trägt und hält die Beute ruhig und bietet diese selbstständig zum weiterkämpfen an. Ihr Griffverhalten ist von Natur aus absolut ruhig, voll und fest, auch die Anbissgeschwindigkeit ist prima! Außerdem lassen sie die kleinen Belastungsphasen völlig kalt. Cera will die Platzanlage nur noch widerwillig verlassen und kann gar nicht genug bekommen von diesem tollen Spiel! Kurz um der Hundeführer ist begeistert und es macht wahnsinnig viel Spaß mit der kleinen Maus!

Das kann ich schon

Auf dem Video seht Ihr Cera im Alter von 5 Monaten beim Training. Draußen war "Mistwetter" und daher haben wir einfach mal ein bisschen was in der heimischen Küche trainiert. Auf dem glatten Laminatboden rutscht man als Hund zwar leicht weg, aber ich glaube, man sieht, Cera hatte trotzdem viel Spaß und war mit viel Eifer bei der Sache.

Ihr seht die Übungen Blickkontakt aufbauen und halten im Vorsitz und in der Fußposition, das Überwechseln vom Vorsitz zur Fußposition, die Übungen Sitz, Platz und Steh schon mit Distanzaufbau zum HF, Bellen auf Kommando LAUT, Blickkontakt halten in der Bewegung und ein freies Spiel mit dem HF mit Drohbewegungen sowie das Einfügen des Kommandos AUS mit der "toten Beute". Viel Spaß beim ansehen!         

                                       Video Cera

Gegenstände verweisen

Cera ist etwa 5 Monate

Cera soll Gegenstände zu aller erst nicht auf der Fährte kennen lernen. Ich setze gern verschiedene Elemente einer Übung erst dann zusammen, wenn sie getrennt von einander verstanden wurden. So ist das Halten der Fährte eine Sache und das Verweisen eine weitere. Um das Verweisen zu erlernen zeige ich Cera einen Gegenstand, den ich vor ihr auf den Boden lege. Des weiteren lege ich ein Futterstück in unmittelbarer Nähe, aber etwas hinter dem Gegenstand ab. Mit den Worten "Wo ist es?" gebe ich den jungen Hund dann frei und lasse ihn zum Gegenstand laufen. Dort angekommen, stelle ich mich vor den Hund und gebe, nach dem der Hund Das Futter gefressen hat Kommando PLATZ. Liegt die Hündin bekommt sie erneut Futter aus meiner Tasche und wird ausgiebig gelobt. Nach einigen Trainingseinheiten werde ich das Futter hinter dem Gegenstand weg lassen und nur noch nach dem sich der Hund auf Hörzeichen abgelegt hat füttern. Wenn nötig bekommt Cera hier dann eine kleine Hilfe mit der Futterhand. Nach weiteren Übungsstunden wird der Junghund begreifen was er tun soll und sich beim Gegenstand selbstständig ablegen. Wenn dieser Schritt bewältigt wurde, werde ich den Gegenstand verstecken, damit der Hund ihn wirklich suchen muss. Normaler Weise macht diese Form des Trainings den Hunden viel Spaß und sie sind mit sehr viel Eifer bei der Sache. Bijou kann sogar den Gegenstand auf Kommando fixieren. Also sie verweist den Gegenstand und nach nochmaligem Hörzeichen "wo ist es?" schaut sie gebannt auf den selben und zeigt ihn nochmals an. So ist sichergestellt, dass sie in der genau richtigen Position zum Gegenstand liegt und auch genau weis um was es hier geht. Aber mit Cera sind wir da noch ganz am Anfang, sie ist ja noch ein Baby wir werden und hier viel Zeit lassen.

Abteilung A

Cera ist etwa 5 Monate

Klein-Cera sucht schon eine relativ lange Fährte mit 2 Winkeln und Futter in jedem Schritt selbstständig ab. Da Cera hier sehr langsam und gewissenhaft arbeitet und schön von einem in den nächsten Schritt pendelt, habe ich langsam schon damit begonnen ab und zu etwas Futter ab zu bauen. Soll heißen, auf jeder Geraden fehlen im Moment einfach mal so drei Futterstücke. Cera ignoriert das völlig und geht erwartungsvoll und ruhig weiter, bis sie wieder Futter findet. Ich werde den weiteren Futterabbau aber sehr vorsichtig und langsam betreiben, wir lassen uns da viel Zeit. Als weitere Änderung liegt jetzt am Ende der Fährte kein Futter mehr, sondern ein Gegenstand. Hinter diesem liegt ein Futterstück, damit der Hund in die richtige Position gelangt um sich ab zu legen. So sollte der Gegenstand dann später genau zwischen den Vorderläufen liegen. Ist der Hund beim Gegenstand lasse ich ihn den Futterbrocken fressen, trete dabei vor den Hund und gebe Kommando PLATZ. Dazu zeige ich Cera ein Futterstück in meiner Hand und führe sie damit in Richtung Boden. Liegt sie, bekommt sie reichlich Futter aus einer toll knisternden Tüte. Dieses Futter unterscheidet sich vom bisherigen Fährtenfutter und soll etwas ganz besonderes sein. Ich hoffe mal, das später dann der Gegenstand ein lohnender Stopp für den Hund sein wird, weil man was besonders gutes bekommt. Parallel zum Gegenstand auf der Fährte üben wir auch das Verweisen des Gegenstandes außerhalb der Spur wie oben beschrieben fleißig weiter.

Triebaufbau Abteilung C

Cera ist ca 4 Monate

Cera ist mitten in der Zahnung und daher haben wir das eigentliche Training in der Abteilung C eingestellt. Für mich machen Zerrspiele bei einem Hund dem das Maul weh tut und der keinen Griff wirklich sicher halten kann, weil ihm einfach die Zähnchen fehlen keinen Sinn. Weil Cera aber sehr interessiert dem Treiben auf der Platzanlage folgt und sehr energisch wird, wenn der Helfer nahe heran kommt, habe ich mich dazu entschlossen, weiteren Triebaufbau ohne Zerrspiele weiter zu führen. Hierzu nähert sich der Helfer "bewaffnet" mit Stock und Jutesack drohend dem Zaun und Cera wird angehetzt. Immer wenn der Hund bellt und nach vorne geht, zeigt der Helfer sich stark beeindruckt und weicht zurück, ab und zu droht er mit dem Stock und schlägt diesen auch mal gegen den Zaun, wenn der Hund sich energisch und unbeeindruckt zeigt, präsentiert er die Beute und lässt Cera über den Zaun anbeißen. Sie darf dann die Beute tragen und wird ausgiebig gelobt. Nach ein paar Runden Tragen, halte ich eine Hand unter dem Fang des Hundes und gebe Kommando FEST. Cera soll die Beute ruhig im Fang halten und stehen bleiben. Nach einigen Sekunden ruhigen Haltens lasse ich sie wieder weitertragen. Der Zaun zwischen Helfer und Hund gibt viel Sicherheit und der Welpe wird sehr energisch beim Hetzen . Er bekommt viel Selbstvertrauen. Damit hier nicht zu viel Wehrarbeit provoziert wird, wird der Hund für sein Fordern, mit der Beute belohnt, diese wird allerdings sofort geschenkt und es entsteht, kein eventuell im Moment durch die Zahnung schmerzhaftes Zerrspiel. Trotzdem fördere ich hier den Beutetrieb enorm und ganz nebenbei kann man dieses Prozedere auch noch als Vorbereitung zur Verbellübung ansehen, denn wenn man durch Bellen fordert, bekommt man die Beute. Ruhiges und kontrolliertes Tragen und Halten der Beute zeigen dem Hund, dass er seine Triebe steuern lassen muss und weil Klein-Cera das alles schon ganz hervorragend macht, haben sowohl der Hund als auch Helfer und Hundeführer viel Spaß bei der Arbeit!

Blickkontakthalten in der Bewegung

Cera ist ca 4 Monate

Blickkontakt auf Kommando Guck aufbauen, das kann Cera schon lange. Es wurde in den Wochen zuvor einstudiert. Auch ist sie jetzt schon in der Lage diesen recht lange zu halten. Das Freigabekommando wurde immer länger hinausgezögert. Jetzt beginne ich langsam damit auch mal einen Schritt zu gehen und versuche hier, dass Cera sich ebenfalls ein wenig bewegt und innerhalb dieser Bewegung den Blickkontakt hält. Hierzu lasse ich sie links neben mir stehen und baue Kontakt auf, dann bewege ich mich langsam einen Schritt nach links auf sie zu, dabei schubse ich sie ein wenig an, hält sie den Kontakt gebe ich sofort das Freigabekommando und bestätige mit Leckerchen.  Langsam aber sicher werden wir hieraus den ersten Teil des Fußgehens erarbeiten, das Kontakthalten zum HF. Die Position ist hierbei noch nebensächlich und wird erst viel später geformt. Es geht hier erst mal einzig und allein um das Aufschauen zum HF. In den nachfolgenden Übungseinheiten werden wir erst langsam ein bis zwei Schritte machen und danach sofort bestätigen und erst nach und nach mehr Schnelligkeit und mehr Schritte hinzufügen.

Kontrolliertes Spiel ; Vorarbeit Apport

Cera ist ca. 4 Monate alt

Cera spielt grundsätzlich an der Leine, weil sie einfach dazu neigt, Spielsachen sofort in Sicherheit bringen zu müssen. Da wir das tagtäglich so trainiert haben, weiss Cera jetzt, dass gemeinsames Spiel mit dem HF viel mehr Spaß macht und kommt auch bereitwillig zum Zerrspiel mit der Beißrolle zurück. Einen hinausgeworfenen Ball aber, bringt sie nicht wieder zurück. Was man einmal, hat das hat man! :) Also müssen wir hieran etwas arbeiten. Hierzu werfe ich Cera den Ball, sie holt ihn und wird an der langen Leine zurück zum HF geführt. Ich nehme den Ball sofort ab und werfe ihn erneut. Cera soll begreifen, dass hier ein schnelles Heraus- und wieder Hineinlaufen das Ziel ist. Kein Zerrspiel sondern ein Jagdspiel also. Nach einigen Übungseinheiten bringt sie nun auch den Ball bereitwillig zu mir zurück und erwartet das erneute Hinauswerfen. Je nach dem wie sich der Hund entwickelt, können wir auf dieser Basis vielleicht auch den Apport aufbauen. Doch hiermit lassen wir uns noch viel Zeit. Methoden hierzu gibt es viele. Für welche wir uns letztendlich entscheiden, hängt davon ab welche später für den Hund am besten geeignet erscheint. Auf jeden Fall ist ein schnelles Ballspiel mit dem Hundeführer immer nützlich und schadet ganz sicher nicht.

Fährtenvideo von Cera und Cat

Ihr seht zunächst Cera beim Fährten mit etwa 4 Monaten sie wird noch in jedem Schritt mit Futter belohnt, arbeitet aber die Fährte selbstständig aus. Danach seht Ihr Cat beim Ausarbeiten einer Fährte, welche nur noch variabel durch Futter bestätigt wird. Auch sie arbeitet absolut selbstständig.

Abteilung A (Cera ist 14 Wochen)

Cera lernt das Fährten gleichsam wie Cat mit zunächst mal einer geraden Spur mit Futter in jedem Schritt. Schon in der 9. Woche haben wir hier das fast tägliche Training aufgenommen. Die Leine wird durch einen Vorderlauf unter der Brust des Hundes hindurch geführt. Zunächst zeige ich dem Welpen jeden Futterbrocken bis er schließlich selbstständig in einer Pendelbewegung seine Nase in jeden Fußabdruck legt um ihn nach Futter ab zu suchen. Cera hat gelernt eine Gerade von etwa 10 m selbstständig aus zu arbeiten und ist sehr sicher und freudig bei der Sache. Nun haben wir auch schon einen Winkel mit eingebaut. Da dieser etwas rundlich ausgetreten wird und natürlich ebenfalls in jedem Schritt Futter beinhaltet, bemerkt sie den Unterschied gar nicht und folgt weiter zügig der Spur. Cera macht das ganz prima und wir denken mit diesem, schon bewehrtem Schema auch bei ihr sehr gute Ergebnisse erzielen zu können.

AUS (Cera ist 14 Wochen)

Cera lernt beim gemeinsamen Beutespiel das Ablassen der zunächst "toten Beute" und das ruhige Tragen des Bringsels sowohl zu Hause als auch bei der Abt. C. Hierzu lasse ich den Welpen Beute tragen und greife dann mit der Hand unter den Fang des Hundes. Die andere Hand wird im Becken des Welpen gehalten. So kann er nicht weg und Beuteschütteln wird verhindert. Der HF streichelt den Kopf des Hundes und versichert ihm immer wieder wie klasse er das tolle Ding in seinem Fang hält. Danach folgt entweder eine weitere Runde Tragen oder ein erneutes Zerrspiel. Wenn ich möchte, dass der Hund ablässt, halte ich ihn ganz eng fest und warte einfach ab was passiert. Irgendwann löst der Hund dann den Griff um sich aus dieser unangenehmen Lage zu befreien. Ist dieser Moment gekommen, gebe ich Kommando Aus, lässt der Hund die Beute fallen, wird sofort wieder Trieb gemacht. Später folgt die Trennung des Hundes von der Beute nach dem ruhigen Halten. So kann der HF den Hund leichter kontrollieren und der Hund gewöhnt sich an leichte Zwänge ohne mit Panik oder Gegenwehr zu reagieren. Außerdem lernt er, dass nach dem Ablassen auf Kommando wieder ein tolles Spiel folgt hingegen würde sich ein Sträuben dagegen eher langweilig auswirken. Niemals habe ich mit so ausgebildeten Hunden Probleme mit dem Aus in der Abt. C gehabt und auch ein Triebverlusst tritt nicht ein. Der Hund lernt eher seine Triebe zu beherrschen und lässt sich leichter vom HF beeinflussen. Wir üben immer zuerst alles zu Hause in gewohnter Umgebung und fügen diese schon bekannten Übungen dann auch schon in die Abt. C mit ein. Im Schutzdienst zeigte Cera sich sehr triebig, belastbar und machte ruhige und volle Griffe. Jetzt werden wir aber, wegen der Zahnung eine kleine Pause einlegen und erst wieder "angreifen" wenn alle Zähnchen da sind und er Kiefer sich gefestigt hat. Auf jeden Fall sind wir mit den ersten Übungseinheiten mehr als zufrieden.

Beutespiel (Cera ist 14 Wochen)

Beute zurück zum HF bringen ist nicht so Ceras Ding. Einige Hunde bringen die Beute von allein zum HF um weiter zu spielen, einige reagieren auf Körperspannung oder kommen wenn der HF sich klein macht, oder sich versteckt. Cera nicht wirklich, sie bringt ihr Spielzeug lieber gleich in Sicherheit und bestätigt sich in ihrem Tun gleich selbstständig. Auch ein zweites Spielzeug ist ihr ziemlich egal. Ich lege großen Wert darauf, dass der Hund mit mir spielt und nicht mit dem Beuteobjekt allein. Daher bevorzuge ich ein Spiel mit nur einem Bringsel, welches der Hund freiwillig zum HF bringt um seine Bestätigung im gemeinsamen Zerrspiel zu finden. Hier kommt Cera ganz nach der Mama, die heute richtig nervig werden kann, weil sie immer und ständig mit einem Spielzeug angelaufen kommt um gemeinsames Spiel an zu bieten. Ich arbeite nun mit Cera ganz genauso wie ich es auch mit ihr getan habe. Ich biete ein Beuteobjekt in Bodennähe zum Anbiss an, lasse sie kontern und gewinnen und schnappe mir dann einen Schnürsenkel den ich zuvor an ihrem Halsband befestigt habe um sie nach dem Schenken der Beute mit einem leichten Ruck und dem Kommando Hier wieder zu mir zu holen. Kommt sie in meine Richtung packe ich sofort die Rolle und ein erneutes Zerrspiel folgt. Sie darf dann auch wieder gewinnen und wir wiederholen das Spiel einige Male. Natürlich ist die "Einwirkung" nicht wirklich heftig, nur ein Schubs in die richtige Richtung eben. Cera hat nach einigen Übungseinheiten schnell verstanden, dass das gemeinsame Spiel sehr viel Spaß macht und kommt jetzt schon selbstständig zu mir und biete ein erneutes Zerrspiel an. Ich finde diese Basis des gemeinsamen Spiels sehr wichtig für alle drei Sparten.

Abteilung B Übungen (Cera ist 14 Wochen)

Cera hat die Übungen Sitz, Platz und Steh wie zuvor beschrieben durch Futtermotivation erlernt. Nun werden langsam die Hilfen hierzu abgebaut. Die Hilfe der Futterhand für die Übung Sitz wurde zunächst nur noch angedeutet und später ganz ausgeschlichen. Diese Übung funktioniert jetzt rein über Hörzeichen. Das Steh wurde mit Hilfe des "Geistigen Zügels" nach E.Lind einstudiert. Wie schon zuvor erklärt wurde dem Hund im Spiel ein Wartesignal durch die gespreizte Hand direkt vor die Nase gehalten. Den kurzen "Schockeffekt" nutzten wir mit dem gleichzeitigen Kommando Steh und dem auf den Stillstand des Hundes folgenden JA. Diese Übung wurde zunächst sofort, dann erst nach einigen Sekunden ruhigen Stehens und später erst nach dem sich der Hundeführer einige Schritte entfernt hat aufgelöst und mit Futter bestätigt. Auf diese Weise haben wir auch schon die Übung Sitz soweit im Griff, dass sich der HF einige Schritte entfernen kann. Erst nach Auflösung des Wartesignals darf sich der Hund bewegen. Cera baut hierbei sehr viel Spannung auf und zittert sogar manchmal vor lauter Erwartung. Da der Welpe bei keiner dieser Übungen berührt wurde, entsteht keinerlei Konflikt oder Vertrauensbruch zum HF. Die kleine Maus macht das alles sehr freudig und konzentriert. Die Übung Platz wurde zunächst durch eine Passivhilfe (siehe weiter unten) erlernt. Langsam bauen wir auch hier jetzt die Hilfen ab. Das Bein brauchen wir nun nicht mehr als Hilfestellung. Nun reicht schon die nach unten zeigende Futterhand und leichter Druck im Widerrist. Hier fangen wir mit dem einbauen von Distanz zum HF aber erst nach Abbau sämtlicher Hilfen an, also erst wenn der Hund auf alleiniges Hörzeichen reagiert. Bis hierher macht Cera sehr gut mit und ist immer mit Eifer und Spannung bei der Arbeit. Wir arbeiten im Haus und im heimischen Garten. Auf der Platzanlage trainieren wir erst, wenn alle Übungen zu Hause verlässlich abrufbar sind.

Wartesignal (Cera ist 10 Wochen alt)

Cera frisst für ihr Leben gern, daher werden wir einige Übungen in das tägliche Fütterungsritual mit einfließen lassen. Cera soll lernen die ausgestreckte Hand des HF als Wartesignal ein zu ordnen. Hierzu hält der HF, dem Hund kurz bevor er seinen Futternapf erhält, seine Hand mit gespreizten Fingern direkt vor die Nase. Der Welpe hält kurz inne, dann bekommt er nach einem Bestätigungskommando sofort sein Fressen. Nach einigen Übungseinheiten, wird die Zeit zwischen warten und füttern etwas erweitert. Später wird dieses Wartesignal beim Entfernen vom Hund bei den Übungen Sitz, Platz und Steh mit eingebracht. Auch das übe ich variabel bei den täglichen Mahlzeiten. Z. B. muss der Welpe dann zunächst sitzen bleiben bis der Napf, durch entfernen der gespreizten Hand und einem gleichzeitigem Kommando freigegeben wird. Auch beim gemeinsamen Spiel ist das Wartesignal später sehr von Vorteil. Es baut Spannung auf und lässt den HF zu jeder Zeit das Spiel bestimmen.

Guck! (Cera ist 10 Wochen alt)

Welpen lernen sehr schnell und nachhaltig, daher üben wir jetzt schon das Kommando Guck, also Blickkontakt herstellen ein. Hierzu ist es mir sehr wichtig, dass der Hund sofort lernt über den Umweg Kontakt HF, zu seinem Ziel zu gelangen und nicht sich nicht auf eine Hand, eine Tasche oder ein Bringsel zu konzentrieren. Ich halte zwei Leckerchen direkt vor die Nase des Welpen. Eines rechts und eines links, wenn er versucht das Futter zu bekommen indem er danach greift, ziehe ich es weg, sage NEIN und wiederhole ständig mein Kommando "GUCK!" Wenn Cera dann zunächst mal aus Verzweiflung oder Frust zu mir schaut bestätige ich sofort mit einem "JA!" und natürlich mit der Futtergabe. Nach und nach erweitere ich die Übung darin, den Blickkontakt länger halten zu müssen um an das Futter zu gelangen und danach werde ich ein paar Schritte gehen und Cera muss auch hierbei für einige Sekunden den Kontakt halten um an ihr Triebziel zu gelangen. Jede Übungseinheit dauert natürlich momentan nur einige Sekunden und wird immer nur dann abverlangt wenn der Zeitpunkt genau passt und der Welpe von ganz allein gut mitmacht.

Laut (Cera ist 10 Wochen alt)

Cera spielt gern und das am liebsten mit Körperkontakt. Wenn man sie dabei wegschubst oder ein wenig anpustet wird sie sauer und fängt an energischer zu werden und schließlich bellt sie dann und lässt ihrem Unmut freien Lauf. Ich habe daher die Übung LAUT schon mit eingefügt. Hierzu schubse ich sie einfach im Spiel weg und puste ihr gleichzeitig in die Ohren. Mit ein wenig Spannung in der Stimme gebe ich immer wieder das Kommando LAUT. Bellt sie dann schließlich ertönt das Bestätigungskommando (ja!) und ein Leckerchen folgt sogleich. Cera benötigte nur zwei "Trainingseinheiten" um das Kommando verlässlich aus zu führen. Jetzt werden sämtliche Hilfen abgebaut bis einzig und allein das LAUT ausreicht um sie zum Bellen zu bewegen. Mit gerade mal 10 Wochen ist schon eine Hilfe für das spätere Stellen/Verbellen vorhanden, die uns noch sehr nützlich werden wird.

Platz (Cera ist 10 Wochen alt)

Aus einem freien Spiel heraus flechten wir mit Cera die Übung Platz so ganz nebenbei mit ein. Mit Hilfe der Futterhand ließ sie sich leicht in eine sitzende Position bringen, leider aber nicht ins Platz führen. Sonst führe ich die Futterhand einfach nach unten und dann ein wenig nach hinten um den Hund in einen liegende Position zu bringen aber Cera legt sich dann nicht vollständig ab. Also hier Plan B :  Ich sitze auf dem Boden und lasse Cera einen Futterbrocken hinterher jagen, dieser wird durch meine angewinkelten Beine geführt, die so positioniert sind, dass der Hund sich ablegen muss um das Futter zu erreichen. Wenn Cera im Begriff ist, sich hin zu legen, gebe ich Kommando PLATZ, liegt der Hund ertönt das Bestätigungskommando (Ja!) und das Futter wird freigegeben. Langsam wird in den nächsten Tagen diese Passivhilfe abgebaut, bis nur noch das Kommando als Auslöser dieser Übung ausreicht. Ganz klar das dauert, aber es funktioniert! Und Klein-Cera hat viel Spaß dabei!

Erste Schritte in Abt. C (Cera ist 10 Wochen alt)

Cera wurde im Alter von 10 Wochen das erste Mal angehetzt. Hierbei bot ihr der Helfer einen Jutesack, befestigt an einer Schnur, zum gemeinsamen Spiel an. Dieser wurde sofort gepackt und mit ruhigem, festen Griff für sich beansprucht. Nach einem kurzen Zerrspiel durfte sie ihre Beute vom Platz tragen und war mächtig stolz. Der Hundeführer konnte die Hand unter den Fang des Hundes halten ohne, dass die junge Hündin mit der Beute schüttelte und Cera blieb ruhig und mit hoch erhobener Rute stehen. Die kleine Maus hat das prima gemacht! Wir achten in dieser noch sehr frühen Phase der Schutzdienstausbildung auf ruhige und volle Griffe und auch nur solche werden durch das Tragen der Beute belohnt. Drohbewegungen des Helfers werden schon frühzeitig mit eingefügt, da der Hund diese aber schon aus dem freien Spiel mit dem Hundeführer kennt, werden diese völlig ignoriert. Innerhalb der Zahnung werden wir ohne hin eine Pause einlegen, weil ich es nicht für sinnig halte einen Hund beißen zu lassen dem das Maul weh tut. Für den Moment finde ich ihr Verhalten prima. Ein paar mal noch werden wir sie anhetzen lassen und sie darf dann die Beute vom Platz tragen. Hauptsache ist, Cera hat Spaß!

Erste erlernte Übung das Sitz (Cera ist 9 Wochen alt)

Sitz lernen meine Hunde immer sehr schnell durch das bekannte Futtertreiben. Ein Leckerlie wird über den Kopf des Hundes nach hinten geführt und bringt den Welpen somit in eine Sitzposition. Wenn der Hintern unten ist, ertönt ein Bestätigungskommando (Ja!) und das Futter wird frei gegeben. Ich baue das Kommando schon sofort mit ein und gebe es, wenn der Hund im Begriff ist, das erwünschte Verhalten zu zeigen. Auch die Futterhand wird nach Möglichkeit sofort wieder abgebaut und durch leichtere Körperhilfen ersetzt. Wobei ich versuche niemals den Hund zu berühren oder zu einer Handlung zu zwingen. Es wird grundsätzlich nur "gearbeitet" wenn der Hund auch von sich aus mitmachen möchte. Mit der Zeit werden wir mit Hilfe von Futtertreiben oder durch geeignete Passivhilfen auch die Übungen Platz und Steh einstudieren. Bei alle dem lassen wir uns viel Zeit, bauen aber Körperhilfen schon frühzeitig ab um den Hund nicht zu sehr an Sichtzeichen zu gewöhnen, sondern ihm von Anfang an das Kommando verständlich zu machen.

Freies Spiel (Cera ist 9 Wochen alt)

Ein freies Beutespiel mit einer Beißrolle o.ä. und viel Körperkontakt gehören bei uns zur Ausbildung immer dazu. Wir wollen versuchen möglichst viel Abwechslung und Trieb in die gemeinsame Beschäftigung von Hund und Hundeführer zu bringen. Erlaubt ist dabei alles was Spaß macht und viel Bewegung mit sich bringt. Ich setzte mich meist mit dem Welpen auf den Boden und lasse ihn einer Beute nach jagen, dabei darf der Hund auch über mich laufen und ausgiebig toben. Nach dem Anbiss fließen Drohbewegungen und Laute wie sie der Helfer in der Abt. C ebenso machen würde mit ein. So kennt Cera schon vor dem ersten Schutzdienst alle "Schlechtigkeiten" und ist daran gewöhnt. Aus dem gemeinsamen Spiel heraus wollen wir später die Übungen Sitz, Platz und Steh formen, manchmal mit Futtermotivation und manchmal mit Beute. Immer an die Bedürfnisse der Übung und des jeweiligen Hundes angepasst.